Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Work Ability Index - Ein Indikator für Rehabilitationsbedarf?

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Bethge, Matthias; Spanier, Katja; Neugebauer, T. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 140-141


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Eine stärkere Einbindung von Betriebsärzten in den Rehabilitationsprozess, wie sie im SGB IX und den gemeinsamen Empfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation angeregt wird, ist auf eine gemeinsame Sprache bei der Identifizierung von Rehabilitationsbedarf angewiesen. Ein in diesem Zusammenhang denkbares Instrument ist der in der Arbeitsmedizin gut etablierte Work Ability Index (WAI) (Ilmarinen, 2009). Dieses in Finnland entwickelte Screening erfasst auf 7 Dimensionen (7 bis 49 Punkte) inwiefern sich eine Person unter Berücksichtigung ihres Gesundheitszustandes in der Lage sieht, die Arbeitsplatzanforderungen bewältigen zu können. Geprüft wurde, ob der WAI mit rehabilitationsrelevanten Außenkriterien assoziiert ist.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Eingeschränkte subjektive Arbeitsfähigkeit ist mit beruflichen und verhaltensbezogenen Risikofaktoren, intensiver Inanspruchnahme ambulant ärztlicher Versorgung und beabsichtigten Rehabilitations- und Rentenanträgen assoziiert. Der WAI ist offensichtlich geeignet, um rehabilitationsrelevante Einschränkungen zu identifizieren und könnte genutzt werden, um Rehabilitationsbedarf im Rahmen betriebsärztlicher Untersuchungen zu erkennen. Kontrollierte Studien sollten prüfen, ob ein zusätzliches betriebsärztliches Screening nach Rehabilitationsbedarf im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements und ggf. die Einleitung von medizinischer Rehabilitation zu günstigeren Ergebnissen führen als herkömmliche betriebliche Eingliederungsstrategien (Lambeek et al., 2010).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396446


Informationsstand: 14.09.2015

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