Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Regionale Variationen bei Anschlussrehabilitationen

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Radoschewski, Friedrich Michael; Lay, Waltraud; Mohnberg, Inka


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 145-148


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Anschlussrehabilitationen (AR/AHB) können nach der Akutversorgung von Patienten für ausgewählte, definierte Indikationen (DRV, 2013a) durchgeführt werden. Dazu gehören auch AR wegen Neubildungen, die nach § 31 SGB VI auch von Personen außerhalb des Erwerbsalters wahrgenommen werden können. Der Anteil der AR an medizinischen Rehabilitationsleistungen erreichte 2012 34 % (DRV, 2013b).

Der Anstieg der AR-Fallzahlen entfällt bei Männern zu 41 %, bei Frauen zu 45 % auf degenerativ-rheumatische Krankheiten und Zustände nach Operationen und Unfallfolgen an den Bewegungsorganen sowie zu 44 % (29 % nach § 15; 15 % nach § 31) bzw. 47 % (33 % nach § 15; 15 % nach § 31) auf onkologische Krankheiten. Formal resultieren die AR-Trends aus dem Zusammenspiel zweier Komponenten, der Entwicklung der Häufigkeit der akuten Krankenhausversorgung und der Häufigkeit der Einsteuerung aus der Akutversorgung einschließlich der Inanspruchnahme/Nutzung von AR. Dies führt zu der Fragestellung, in welchem Ausmaß diese Komponenten die Häufigkeitszunahme beeinflussen und ob und inwieweit sie auch regionale Unterschiede der AR-Häufigkeit bewirken.

Aus den Ergebnissen kann geschlossen werden, dass die Häufigkeitsanstiege der Akutversorgung zwar weitgehend den Anstieg der AR-Häufigkeit bewirken, aber unterschiedliche und im Zeitverlauf relativ stabile regionale Einsteuerungs- und Inanspruchnahmemuster gleichermaßen Ursache der regionalen Varianz der AR-Häufigkeiten sind. Inwieweit vor allem die von der Akutversorgung beeinflussten Einsteuerungs- und Inanspruchnahmemuster oder auch unterschiedliche Bewilligungsverfahren der Rentenversicherungen maßgeblich sind, lässt sich anhand der Datenlage nicht entscheiden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396448


Informationsstand: 14.09.2015

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