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Bibliographische Angaben zur Publikation

Reha abgelehnt und dann? Vergleichende Beobachtungsstudie zum weiteren gesundheits- und berufsbezogenen Verlauf der Versicherten

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Deck, Ruth; Walther, Anna Lena


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 148-150


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Jährlich werden etwa ein Drittel der bei der Rentenversicherung gestellten Anträge aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Hansmeier et al. (2002) haben in ihrer Studie gezeigt, dass die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen vor einer Reha Antragstellung erhöht ist, sich berufliche und arbeitsplatzbezogene Situation ungünstiger darstellt. Darüber hinaus verknüpfen viele Reha-Antragsteller mit der Rehabilitation große Hoffnungen und verspüren im Fall einer Bewilligung große Erleichterung (Pohontsch et al., 2010). Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass es sich bei der Gruppe der Reha-Antragsteller um eine besonders vulnerable Gruppe bezüglich der Chronifizierung der Erkrankung und der Entwicklung gesundheitlicher und beruflicher Problemlagen handelt.

Bislang liegen keine Untersuchungen darüber vor, welche Auswirkungen ein abgelehnter Reha-Antrag auf den weiteren gesundheitlichen und berufsbezogenen Verlauf der Reha-Antragsteller hat. Vor diesem Hintergrund wurde eine Beobachtungsstudie durchgeführt, die Aufschlüsse darüber ermöglicht, ob die Ablehnung eines Reha-Antrags durch selbstbeschaffte Gesundheitsangebote und ambulante Therapien kompensiert werden kann bzw. ob sich diese Versicherten gesundheitsbezogen und beruflich zu Risikofällen entwickeln.

Schlussfolgerungen und Ausblick: Die Versicherten unterscheiden sich bei Antragstellung in ihren subjektiven gesundheitsbezogenen und beruflichen Belastungen nicht. Die Entscheidung für oder gegen eine Antragsbewilligung lässt sich aus diesen Parametern nicht ableiten. Die Vermutung, dass bei Versicherten, deren Antrag abgelehnt wurde, mit einem ungünstigen gesundheitlichen oder beruflichen Verlauf gerechnet werden muss, ließ sich in unserer Studie nicht bestätigen. Das Gegenteil ist der Fall. Auch eine verstärkte Inanspruchnahme alternativer Gesundheitsleistungen konnte in der Studie nicht festgestellt werden. Auf welche Faktoren sich diese positiven Entwicklungen zurückführen lassen, können wir auf der Basis der vorliegenden Studie nicht beantworten. Diese Fragen sollten ergänzend im Rahmen eines qualitativen Studienabschnitts untersucht werden, entsprechende persönliche Interviews konnten aber aufgrund mangelnder Teilnahmebereitschaft nicht verwirklicht werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396449


Informationsstand: 14.09.2015

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