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Bibliographische Angaben zur Publikation

Intensivierte medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsnachsorge: Langfristige Ergebnisse der randomisiert-kontrollierten Multicenter-Studie

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Briest, Juliane; Bethge, Matthias


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 163-164


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die Intensivierte medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationsnachsorge (IMBORENA) wurde mit dem Ziel einer stärkeren Berücksichtigung der beruflichen Anforderungen in der Nachsorge entwickelt. Sie ergänzt die herkömmliche Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA) um die vier Module Arbeitsplatzbezogenes Training, berufsbezogene psychosoziale Gruppen, Sozialberatung und Entspannungsverfahren. Diese spezifischen Angebote im Rahmen der Nachsorge haben einen Mindestumfang von 435 Minuten (Briest, Bethge, 2013) und ersetzen einen Teil der herkömmlichen IRENA (24 Termine je 90 bis 120 Minuten). Ziel der von uns durchgeführten Studie war die Überprüfung der Wirksamkeit der IMBORENA im Vergleich zur herkömmlichen IRENA.

Ergebnisse: Eine Teilnahme an der IMBORENA führt nicht zu einem günstigeren Behandlungsergebnis. Bei einer adäquaten Umsetzung des Programms wurden zwar insgesamt höhere Effekte erzielt, dennoch zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zugunsten der IMBORENA. Da die reduzierte Stichprobe bei der GP-Analyse zu einer nicht ausreichenden Teststärke führte, lassen sich jedoch signifikante Effekte nicht mit Sicherheit ausschließen. Aufgrund einer fehlenden Kontrollgruppe ohne strukturierte Nachsorge kann - trotz hoher Intragruppeneffekte - nicht auf eine generelle Wirksamkeit der Nachsorge geschlossen werden. Allerdings legt der beobachtbare Verlauf bei Rehabilitationsinanspruchnahme mit anschließender strukturierter Nachsorge deutlich günstigere langfristige Ergebnisse nahe, als sie in früheren Meta-Analysen zur Wirksamkeit medizinischer Rehabilitation gezeigt wurden (Hüppe, Raspe, 2005). Einen kontrollierten Nachweis für die Wirksamkeit strukturierter Nachsorgeprogramme halten wir vor dem Hintergrund alternativer Konzepte (zum Beispiel Neues Credo, Deck et al., 2012) dennoch für unerlässlich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396453


Informationsstand: 14.09.2015

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