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Bibliographische Angaben zur Publikation

Begleitende Sozialberatung während der stufenweisen Wiedereingliederung - Evaluation eines Nachsorgeangebotes

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Bommersbach, Peter; Becker, Veit; Krampen, G. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 165-167


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Aus der seit Oktober 2007 eingeführten klinikinternen Beobachtung zur stufenweisen Wiedereingliederung mit dem Angebot einer begleitenden Sozialberatung ist 2011 die vorliegende Studie hervorgegangen. Das Modell der intensivierten und begleitenden Sozialberatung (telefonische Nachsorge) während der stufenweisen Wiedereingliederung soll zu einer verbesserten Wiedereingliederung der Patienten der Eifelklinik beitragen. Die Studie baut auf die Ergebnisse aus aktuellen Studien zum Empfehlungsverhalten und zur Durchführung der stufenweisen Wiedereingliederung sowie zu ersten Erfahrungen mit begleitender Nachsorge auf (Bürger, 2004, 2008, 2010). Neben der Hauptfragestellung, ob die begleitende Sozialberatung in der stufenweise Wiedereingliederung zu höheren Wiedereingliederungsraten führt, werden Zusammenhänge zwischen Vorerkrankung Arbeitsunfähigkeitszeiten, Arbeitsplatz, bzw. Belastungen am Arbeitsplatz, Zukunftsvertrauen und dem Verlauf der stufenweisen Wiedereingliederung untersucht. Ein Ziel ist es, die Effekte der begleitenden Sozialberatung auf die Wiedereingliederungsquote gegenüber dem Regelverfahren ohne Nachsorgeangebot zu prüfen.

Schlussfolgerungen und Ausblick: Der hohe Anteil von Telefonaten in Eigeninitiative der Patienten lässt auf einen deutlichen Bedarf nach einem begleitenden Beratungsangebot zur stufenweisen Wiedereingliederung schließen. Die sensible Startphase in die STW war offensichtlich besonders störanfällig, sodass häufig trotz intensiver Vorbereitung auf die Formalitäten in der Klinik dennoch Überforderung bzw. Verunsicherung mit der Bürokratie geäußert wurde. Das telefonische Nachsorgeangebot konnte vermutlich durch die Erfahrungen aus der intensivierten Beratung während der Rehabilitation auch in der nachstationären Phase gut von den Patienten angenommen werden. Es liegt zunächst nahe, dass Patienten mit unsicheren Bindungsstilen in Konfliktsituationen eher mit Vermeidung und Rückzugsverhalten reagieren (Damke et al.,2006).

Die Untersuchung der Verläufe der stufenweisen Wiedereingliederung hat verdeutlicht, dass sich in den meisten Fällen Patienten mit zunehmender Dauer des Arbeitsversuchs offensichtlich stabilisieren. Ebenso wurde deutlich, dass die Begleitende Sozialberatung zur Klärung von formalen und arbeitsinhaltlichen Fragen rege in Anspruch genommen wurde und sicherlich zur Stabilisierung des Verlaufs der stufenweisen Wiedereingliederung beitragen konnte. Die Daten zur Beratungszufriedenheit, der Katamnese 6 und 12 Monate nach Entlassung aus der Rehabilitation, den berufsbiografischen und diagnostischen Zusammenhängen, werden mehr Aufschlüsse darüber geben, ob und wie das Angebot der begleitenden Sozialberatung sich auf den Verlauf der STW auswirkt. Durch die Auswertung des Krankheitskostentagebuchs werden zudem gesundheitsökonomische Daten mit einbezogen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396454


Informationsstand: 14.09.2015

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