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Bibliographische Angaben zur Publikation

TeNoR: Telefonische Nachsorge in der orthopädischen Rehabilitation - Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes für MBOR-Rehabilitanden

Poster auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Fröhlich, Stephanie; Niemeyer, R.; Greitemann, Bernhard [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 174-175


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Hintergrund und Stand der Literatur, Zweck der Untersuchung:
Für MBOR-Rehabilitanden mit orthopädischen Problemen sollte ein telefonisches Nachsorgeangebot modellhaft entwickelt und an 40 Rehabilitanden getestet werden. Das telefonische Nachsorgeangebot soll auf die weiter bestehenden Probleme rund um die Erwerbsfähig-und -tätigkeit fokussieren und den Patienten weiter unterstützen (Deck, 2011; Hillert et al., 2009). Die Akzeptanz dieser neuen Intervention und der zeitliche Aufwand für die Nachsorge sollen bewertet werden.

Methodik, Studiendesign:
Es handelt sich um eine Interventionsentwicklung und Machbarkeitsstudie mit 2 Messzeitpunkten:Ende (T1) und 2 Monate nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme (T2). Bewertungskriterien waren die Berufsbezogenheit, die Akzeptanz und der Aufwand der Nachsorgegespräche sowie der Bedarf an zusätzlichen Nachsorgeangeboten.

Ergebnisse:

Interventionsentwicklung: In einer Expertenrunde aus Sozialberatungsdienst, ärztlicher Klinikleitung und Forschungsprojektleitung wurde die telefonische Intervention entwickelt:
-Dokumentierte Nachsorgeanrufe durch Sozialberatungsdienst 4 und 8 Wochen nach Reha-Ende zur beruflichen Situation.
-Dokumentiertes Zielplanungsgespräch während Rehabilitationsmaßnahme zwischen Sozialberater und 'seinem' Rehabilitanden als Vorbereitung und Grundlage der Telefonate (je ein unterschriebenes Exemplar für Rehabilitand und Sozialberater).
-Bedarfsabhängige Vermittlung zu anderen Schnittstellen.

Stichprobe:

41 Personen haben im Erhebungszeitraum das MBOR-Programm erhalten, 26 willigten in die Studienteilnahme ein. 76,9 % waren männlich. Das Durchschnittsalter lag bei 46,9 Jahren. 23 Teilnehmer füllten den T1-Fragebogen aus und 15 davon den T2-Fragebogen. Es wurden insgesamt 41 telefonische Nachsorgespräche von 3 Sozialberatern durchgeführt.

Diskussion:

Es wurde ein Nachsorgekonzept entwickelt, bei dem die Sozialberater die MBOR-Rehabilitanden zweimal innerhalb von 8 Wochen nach Ende der Rehabilitationsmaßnahme anriefen. Dieses Angebot wurde gut angenommen. Die Telefonate waren hauptsächlich berufsbezogen und dauerten durchschnittlich 17 Minuten. Bedarf an zusätzlicher psychologischer oder medizinischer Nachsorge wurde in der Machbarkeitsstudie nicht geäußert.

Schlussfolgerungen, Umsetzungen und Ausblick:
Zurzeit wird das telefonische Nachsorgekonzept für MBOR-Rehabilitanden in einem randomisierten kontrollierten Design evaluiert. In diesem TeNoR2-Projekt bekommen die MBORRehabilitanden der Interventionsgruppe 6 Anrufe in einem Jahr.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396456


Informationsstand: 14.09.2015

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