Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Resilienz und psychosoziale Belastungen bei Rehabilitanden der Orthopädie und Psychosomatik: Eine Querschnittstudie

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Küch, Dieter; Rank, C.; Herbold, Desiree [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 207-209


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Resilienz wird definiert als psychische Widerstandskraft eines Individuums gegenüber belastenden Lebensereignissen. Das Konstrukt findet mittlerweile weite Verbreitung (Sport, Unternehmensführung, Gesundheitsbereich). Es umfasst als 'Dachkonstrukt' persönliche und soziale Ressourcen, um Krisen zu meistern und sich dadurch weiterzuentwickeln (BzgA, 2012; Rank, 2014). Resilienz lässt sich psychometrisch erfassen (Leppert et al.,2008). In der medizinischen Rehabilitation, wo Menschen mit chronischen Erkrankungen zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe befähigt werden, kann Resilienz von zentraler Bedeutung sein. In dieser Querschnittstudie wird die Resilienz orthopädischer und psychosomatischer Rehabilitanden näher ergründet. In der vorliegenden Untersuchung wurde der Fragestellung nachgegangen, ob sich Rehabilitanden mit hoher und niedriger Resilienz hinsichtlich soziodemografischer Daten, psychischer Belastungen und psychosozialer Problemlagen, Stresserleben und Arbeitsplatzbelastungen unterscheiden.

Diskussion: Die Querschnittsuntersuchung zeigt, dass Resilienz ein konfundierender Faktor für das Ausmaß von psychischer Komorbidität, das Erleben und den Umgang mit psychosozialen Belastungen und auch Arbeitsfähigkeit sein kann. Dabei unterscheiden sich Hochresiliente und Niederigresiliente nicht im Ausmaß ihrer Arbeitsbelastung. Es scheint daher sinnvoll, Resilienzfaktoren in rehabilitativen Kontexten mit zu erheben. Die überraschend hohen Somatisierungstendenzen bei Hochresilienten in dieser Stichprobe müssen geprüft werden, Grund ist vermutlich der hohe Anteil von Orthopädiepatienten. Besonders interessant scheint die Fragestellung, ob durch gezielte spezifische Interventionen in der medizinischen Rehabilitation oder in der Prävention (Betriebliches Gesundheitsmanagement) eine Steigerung der Resilienz erreicht und dadurch das Ausmaß an psychischer Komorbidität und Arbeitsunfähigkeit beeinflusst werden kann. Das wäre in einer Längsschnittstudie zu prüfen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396458


Informationsstand: 14.09.2015

in Literatur blättern