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Bibliographische Angaben zur Publikation

Unterstützung der Lebensstiländerung von COPD-Patienten durch ein Planungskompetenztraining

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Arling, Viktoria; Kienast, K.; Slavchova, Veneta [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 299-302


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease - COPD) ist gekennzeichnet durch eine nicht vollständige reversible Atemwegsobstruktion auf dem Boden einer chronischen Bronchitis sowie eines Lungenemphysems. Hauptsymptome sind Auswurf, Husten, zunehmende Atemnot (AHA). Die Prävalenz ist mit dem Alter stark zunehmend, sie ist bei Männern fast doppelt so hoch, wie bei Frauen. Bei der Behandlung der AHA-Symptome spielen neben der bronchodilatatorischen / antiinflammatorischen Therapie die physikalische Therapie im Rahmen der stationären pneumologischen Rehabilitation sowie Raucherentwöhnungsprogramme traditionell eine große Rolle. Wir möchten durch eine gezielte Psychoedukation eine nachhaltige Verhaltens- und Lebensstiländerung in der Weise bewirken, dass Abläufe am Arbeitsplatz und im häuslichen Umfeld dem reduzierten Leistungsvermögen der COPD-Patienten angepasst werden. So soll eine berufliche und soziale Abwärtsspirale abgefangen werden. Ziel der Vorstudie war es nun zu erproben, inwiefern COPD-Patienten mittels eines Planungskompetenztrainings (PKT; Arling, 2014) übergeordnete Fähigkeiten vermittelt werden können, die einerseits ihre konkrete Planungskompetenz sowie ihre metakognitive Analyse- und Problemlösefähigkeit unterstützen.

Diskussion und Ausblick: Eine grundsätzliche Verbesserung der Planungskompetenz konnte mittels Training erzielt werden. Die Tatsache, dass nahezu die Hälfte der Teilnehmer angab, die gesetzten Ziele der Transfersitzung im Alltag erreicht zu haben, ist als positives Indiz zu werten. Die Verbesserung über das Training hinweg zeigt, dass mit dem PKT positive Effekte erzielt werden konnten. Die Tendenz, dass hohe CAT-Werte mit niedrigem Routen-Planer assoziiert sind, spricht dafür, dass das Thema Planung gezielt Berücksichtigung finden sollte, um Verbesserungen in der Risikogruppe zu erreichen. Die Befunde sind als erste Hinweise zu werten, dass ein gezieltes PKT bei COPD-Patienten einen anstoßenden und stabilisierenden Einfluss auf die überlebenswichtige Lebensstiländerung hat.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396470


Informationsstand: 14.09.2015

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