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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsgruppenspezifische oder störungsspezifische Rehabilitation bei Beschäftigten in Pflegeberufen?

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Neu, Rebekka; Brendel, C.; Köllner, Volker


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 342-344


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Berufe im Bereich der Alten- und Krankenpflege sind mit einer erhöhten Morbidität für psychische Störungen belastet, wobei die häufigste Diagnose depressive Störungen sind. Zudem besteht in diesen Berufsgruppen ein erhöhtes Risiko eines gesundheitsbedingten vorzeitigen Ausscheidens aus dem Beruf, was den Fachkräftemangel in diesem Bereich erheblich verstärkt (Weber et al., 2006). Deshalb wurden berufsbezogene Programme zur Prävention und Therapie entwickelt (Schmidt, 2004; Hillert, Koch, 2009), um sie in die Psychosomatische Rehabilitation integrieren zu können.

Neuere Ansätze in Rehabilitationskliniken bestehen folglich neben störungsspezifischen auch aus berufsgruppenspezifischen Konzepten. Hierzu ist das zentrale Element des berufsgruppenspezifischen Konzeptes unserer Klinik die Kombination einer berufsgruppenhomogenen Therapiegruppe mit Tanztherapie (Köllner et al., 2013; 2014). Im Folgenden soll untersucht werden, ob und inwiefern sich die beiden Rehabilitationskonzepte, störungsspezifisch und berufsgruppenspezifisch, unterscheiden. Weiterhin sollen auch Unterschiede innerhalb des berufsgruppenspezifischen Konzeptes zwischen Beschäftigten in der Altenpflege und Beschäftigten in der Krankenpflege erfasst werden.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Unsere Daten spiegeln die spezifische Belastungssituation in Pflegeberufen wider. Berufsgruppenspezifische Konzepte sind im Vergleich zu einer störungsspezifisch behandelten Kontrollgruppe hinsichtlich der Symptomreduktion ebenso wirksam. Vorteile berufsgruppenspezifischer Konzepte sind, durch die Fokussierung auf den gemeinsamen beruflichen Hintergrund, berufliche Problemlagen gezielt zu thematisieren, eigene Anteile zu reflektieren und Lösungswege mithilfe der Kompetenz der Mitpatienten zu erarbeiten. Berufsgruppenspezifische dysfunktionale Erlebens- und Verhaltensmuster scheinen hierdurch besser verändert werden zu können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396480


Informationsstand: 14.09.2015

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