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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wünsche, Barrieren und Barrieremanagement von Rehabilitanden mit chronischem Rückenschmerz - eine qualitative Analyse

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Thomsen, Sabrina; Herbold, Desiree; Wiezoreck, M. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 375-377


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Rückenschmerz zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen der Bevölkerung (Greitemann et al., 2012). Trotz der vielfältigen verhaltensmedizinischen Behandlungsansätze liegt die Rückfallquote von Rehabilitanden mit erstmaligem Rückenschmerz bei mindestens 50 % (Greitemann et al., 2012). Eine qualitativ hochwertige Rehabilitation sollte neben der motivationalen Ausgangslage ebenso die Barrieren des Alltagstransfers erfassen, um die Nachhaltigkeit der Rehabilitation sicherstellen sowie Rückfällen und der damit einhergehenden erhöhten Chronifizierungsgefahr vorbeugen zu können (Grande, Romppel, 2010).

Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, Wünsche, Barrieren und Unterstützungsbedürfnisse von Rehabilitanden zur Umsetzung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen zu betrachten, um effektive Hilfsangebote in der Rehabilitationsmaßnahme zu bestimmen. Die so gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse dienen als Grundlage für Handlungsempfehlungen im Bereich des Gesundheitswesens, um die Qualität der Rehabilitation zu optimieren.

Diskussion und Schlussfolgerung: Die subjektiven Wünsche von Rehabilitanden an ihre Rehabilitation sind ausschlaggebend für die langfristige Etablierung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen in den Alltag und die Weiterentwicklung der Rehabilitation (Buchholz, Kohlmann, 2014). Zentrale Voraussetzung hierfür sind die Stressbewältigung und die Motivation der Rehabilitanden als auch die soziale Unterstützung aus dem privaten und dem beruflichen Umfeld sowie die Nachsorge. Eine qualitativ hochwertige Rehabilitation sollte demnach insbesondere alltagsnahe Übungen vermitteln sowie ein möglichst individualisiertes Barrieremanagement thematisieren. Ergänzend sollten depressionsspezifische Inhalte berücksichtigt werden, von denen Rehabilitanden mit psychosozialen Belastungen präventiv profitieren könnten. Darüber hinaus ließe sich über den Aufbau flächendeckender post-rehabilitativer Behandlungsangebote soziale Unterstützung bieten und langfristig Rückfällen vorbeugen (Sibold et al., 2011).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396482


Informationsstand: 14.09.2015

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