Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Was Eltern von der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen erwarten

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Berghem, Stefan


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 389-391


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Die Antrags- und Bewilligungszahlen für stationäre Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche nehmen seit Jahren ab (Spindler, 2014). Bei einer umfangreichen Befragung (Berghem, 2014) von unterschiedlichen Prozessbeteiligten wurden hierfür zahlreiche Gründe auf Seiten der Kostenträger und der niedergelassenen Ärzte identifiziert. In dieser Untersuchung wurden von anderen als Gründe auf der Seite der Eltern benannt: Unkenntnis der Eltern, Arbeitsplatzargumente und Heimweh. Mit dieser Untersuchung sollte erstmals auch die Sichtweise der Eltern untersucht werden.

Diskussion und Schlussfolgerung: In dieser Befragung von sicher überdurchschnittlich Reha-affinen Eltern fiel bei 40 % der Befragten ein deutliches Informationsbedürfnis auf. Am wenigsten bekannt war der Unterschied zwischen Eltern-Kind-Maßnahmen und Kinderrehabilitation. Als erster Informations- und Ansprechpartner fällt den meisten Eltern zunächst ihr Kinderarzt ein. Zahlreiche Hürden wie Heimweh, der eigene Arbeitsplatz und die Schulsituation erschweren den Zugang zur Kinder-Reha. Die Eltern haben ziemlich konkrete Vorstellung, wie sie sich eine Rehabilitation für ihr Kind vorstellen. Die meisten dieser Vorstellungen werden aktuell in allen Einrichtungen erfüllt, es gibt jedoch auch Wünsche, die jeglichen Zusammenhang zur Zielsetzung einer Rehabilitation vermissen lassen.

Eltern benötigen mehr und bessere Informationen zur stationären Rehabilitation für Kinder und Jugendliche. Ein möglicher Weg hierfür ist die Information durch den Kinderarzt, allerdings stehen dem die Bedingungen in der Praxis mit wenig Zeit für den Patienten und wenig vertiefter Information der Kollegen eher im Wege, sodass auch ergänzende Informationsquellen genutzt werden sollten. Um Unzufriedenheit der Patienten und eine Beeinträchtigung der Rehabilitationsdurchführung zu verhindern, empfiehlt es sich, die Eltern bereits vor Antritt der Maßnahme umfangreich zu informieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396484


Informationsstand: 14.09.2015

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