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Bibliographische Angaben zur Publikation

Regionale Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Jankowiak, Silke; Dannenmaier, Julia; Krischak, Gert


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 392-394


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


In den letzten Jahren ist eine deutliche Zunahme der chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zu verzeichnen (Neuhauser, Poethko-Müller, 2014). Diese haben aufgrund ihres langen Verlaufs einen nachhaltigen Einfluss auf die gesamte Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und können - vorausschauend betrachtet - die Erwerbsfähigkeit im Erwachsenenalter beeinträchtigen. Die medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen ist dabei ein wichtiges Instrument zur Sicherung der Leistungsfähigkeit sowie zur späteren Eingliederung in das Erwerbsleben (DRV Bund, 2012). Während die zunehmende Prävalenz einen wachsenden Rehabilitationsbedarf nahelegt, ging in den vergangenen fünf Jahren die Antragszahl bei Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche deutlich zurück (Laudien, Werner-Müller, 2014).

Um angesichts dieser Diskrepanz einer möglichen Unterversorgung entgegenzuwirken, wurden bereits verschiedene Strategien durch die Deutsche Rentenversicherung entwickelt, die eine bedarfsgerechte Inanspruchnahme sicherstellen sollen. Damit diese Programme möglichst effektiv sind, müssen Faktoren identifiziert werden, die einen Einfluss auf den Rehabilitationszugang haben. Ziel der Untersuchung war es, Kenntnisse über regionale Besonderheiten und zeitliche Trends der Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen in Baden-Württemberg zu gewinnen, wobei Veränderungen bei der Rehabilitandenstruktur geprüft wurden.

Diskussion: Bei der Inanspruchnahme von Rehabilitationsmaßnahmen im Kindes- und Jugendalter zeigten sich erhebliche Unterschiede zwischen den 4 Gebieten. Es ist zu bezweifeln, dass sich diese Abweichungen allein durch regionale Differenzen bei der Erkrankungslast erklären lassen. Zudem korrespondieren die zeitlichen Verläufe der Rehabilitationsraten nicht mit der in Studien berichteten Zunahme der chronischen Erkrankungen in der Zielgruppe. Daher bedarf es weiterer Untersuchungen, welche Faktoren für die Inanspruchnahme einer Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen relevant sind, um eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396485


Informationsstand: 14.09.2015

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