Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Keine Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben durch patientenorientiertes Empowerment: Hinweis auf rehabilitative Unterversorgung?

Vortrag auf dem 24. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 16. bis 18. März 2015 in Augsburg



Sammelwerk / Reihe:

Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation


Autor/in:

Langbrandtner, Jana; Hüppe, Angelika; Raspe, Heiner


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, Seite 410-412


Jahr:

2015



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 5 MB).


Abstract:


Zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (gLQ) wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Selbstmanagement-Interventionen für chronisch Erkrankte entwickelt und in ihrer Wirksamkeit überprüft (Barlow el al., 2002). Vor kurzem konnte ein Empowerment-Ansatz bei Betroffenen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) erfolgreich evaluiert werden (Hüppe et al., 2014). Der Ansatz zielt auf eine aktivere Einbindung von CED-Erkrankten in die Gestaltung der Versorgung durch Zurverfügungstellung von problemorientierten individualisierten Versorgungsempfehlungen basierend auf den CED Versorgungspfaden (Raspe et al., 2009).

Die mit der CED einhergehenden somatischen und psychosozialen Belastungen wirken sich auch auf das berufliche Leben der Erkrankten aus (Hardt et al., 2010). Aufgrund des frühen Manifestationsalters ist meist das gesamte Erwerbsleben betroffen. Die Gefährdung der Teilhabe am Erwerbsleben spiegelt sich unter anderem im vorzeitigen Beginn einer Erwerbsminderungsrente wider: In 2013 lag das Durchschnittsalter von CED-Erkrankten bei Rentenbeginn etwa fünf Jahre unter dem Durchschnittsalter der Gesamtgruppe aller Diagnosen (DRV, 2014). Inwieweit unser Empowerment-Ansatz auch die soziale Teilhabe am Arbeitsleben positiv beeinflusst, wird im Folgenden analysiert.

Diskussion der Ergebnisse: Auch bei den Erwerbstätigen zeigt die eingesetzte Intervention kleine positive Effekte auf die berichtete gLQ sowie die soziale Teilhabe. Bei der Beeinflussung von Parametern der Teilhabe am Arbeitsleben stößt der Ansatz auf seine Grenzen. Die mittlere Anzahl an AU-Tagen liegt bei den erwerbstätigen CED-Betroffenen deutlich über dem Durchschnitt aller TK-Versicherten (Ø 14 Tage; TK 2013). Warum die Inanspruchnahme einer Reha auch bei erkennbarem Bedarf selten nachgefragt wird, muss in weiteren Studien untersucht werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '24. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Psychische Störungen - Herausforderungen für Prävention und Rehabilitation'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV396488


Informationsstand: 14.09.2015

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