Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsmarktsituation und Merkmale von arbeitslosen Schwerbehinderten


Sammelwerk / Reihe:

Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung - BeitrAB, Band 207


Autor/in:

Henninges, Hasso von; Gruber, Hannelore


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)


Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, 1997, 110 Seiten


Jahr:

1997



Abstract:


Der Bericht geht zurück auf einen Beschluss der Bundesregierung zur Förderung der Einstellung und Beschäftigung Schwerbehinderter im öffentlichen Dienst des Bundes. In diesem wurde die Bundesanstalt für Arbeit gebeten, eine vom IAB erstellte Untersuchung über Arbeitsuchende Schwerbehinderte (BeitrAB 172, 1993) zu vertiefen und zu aktualisieren und dabei auch die Verhältnisse in den neuen Bundesländern zu berücksichtigen.

Die Untersuchung erstreckt sich auf den Zeitraum von 1990 bis 1995.

Sie erbrachte unter anderem folgende Ergebnisse:
- Die wirtschaftliche Entwicklung in den neunziger Jahren wirkte sich auf die Arbeitsmarktlage von Schwerbehinderten besonders nachteilig aus. Angebot und Nachfrage entwickelten sich auf diesem Teilarbeitsmarkt tendenziell gegenläufig zueinander.
- Die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten stieg weiterhin an, das Risiko arbeitslos zu werden, erhöhte sich überdurchschnittlich (im Westen auf 15,8 Prozent, im Osten auf 16 Prozent) und die Chancen, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen und wieder eine Arbeit zu finden nahmen immer stärker ab. Mittlerweile gelangen nur noch rund 20 Prozent der Schwerbehinderten aus der Arbeitslosigkeit wieder in Arbeit - das sind nahezu halb so viele wie noch 1990.
- Die meisten langzeitarbeitslosen Schwerbehinderten sehen nur geringe Chancen auf eine Wiedereingliederung in eine neue Arbeit. Knapp zwei Drittel von ihnen hatten zwar den Eindruck, dass das Arbeitsamt alles getan habe, was man habe tun können, gleichwohl sei der Handlungsspielraum der Ämter infolge fehlender Stellen sehr gering.
Skeptisch beurteilt wurde auch der Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen.
- Erschwert wurde der Arbeitsmarktausgleich aber auch durch vermittlungshemmende Merkmale auf Seiten der Arbeitslosen. Hierzu zählen zunächst weniger das Qualifikationsniveau, sondern mehr die Schwerbehinderteneigenschaft und das hohe Durchschnittsalter.

Die Untersuchung basiert auf Arbeitsmarktstatistiken, auf dem Mikrozensus von 1995, auf einer Befragung von Langzeitarbeitslosen von 1992 und auf der Statistik des Ärztlichen Dienstes der Bundesanstalt für Arbeit.

[Autorenreferat, IAB-Doku]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)
IAB-Bestellservice c/o W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG
Homepage: https://www.wbv.de/iab

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3982


Informationsstand: 21.08.1997

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