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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prävention und Gesundheitsförderung in der Ergotherapie-Ausbildung

Eine neue Herausforderung für Lehrende und Lernende



Sammelwerk / Reihe:

Neue Reihe Ergotherapie, Reihe 5: Fachbereich Ausbildung, Band 15


Autor/in:

Thapa-Görder, Nicola; Rottenecker, Joachim


Herausgeber/in:

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)


Quelle:

Idstein: Schulz-Kirchner, 2010, 1. Auflage, 180 Seiten, ISBN: 978-3-8248-0645-4 (Print); 978-3-8248-0760-4 (E-Book)


Jahr:

2010



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Abstract:


Die Arbeit setzt sich aus einem deskriptiven Teil A und einem konstruktiven Teil B zusammen.

Im Teil A der Arbeit soll belegt werden, dass Primärprävention und Gesundheitsförderung mit ihrer wachsenden gesundheitspolitischen Bedeutung Herausforderungen beinhalten, auf die auch die deutsche Ergotherapie mit ihrer Theorie und Praxis Antworten hat und eigenständige Angebote bereitstellen kann.

Dafür wird auf das durch die Ottawa-Charta 1986 propagierte neue Leitbild der Gesundheitsförderung eingegangen und die Konsequenzen für die Strategien und Handlungsbereiche nationaler Gesundheitspolitik werden beschrieben.

Der demografische Wandel, das sich verändernde Krankheitsspektrum und die sich daraus ergebenden ökonomischen Konsequenzen machen Gesundheitsförderung und Prävention zu einem zukunftsorientierten Handlungsfeld.

Zentrale Begriffe der Gesundheitswissenschaft werden geklärt, die verschiedenen Bezugssysteme von Gesundheit und Krankheit dargestellt und die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) als Ausdruck einer neuen Orientierung gewürdigt.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum gesundheitsrelevanten Verhalten werden zusammengefasst und Lebensstil, Lebensqualität und Lebenskompetenz als wichtige Bezugsgrößen für eine Gesundheitsförderung und Prävention dargestellt.

Gesundheitsförderung und Prävention werden voneinander unterschieden und mit ihren Strategien, Modellen, Zielen und Programmen dargestellt. Näher eingegangen wird auf das Modell der Salutogenese, das Systemische Anforderungs-Resssourcen-Modell, die Konzepte des Empowerments und der Resilienz.

Es wird ein Überblick über die deutsche Ergotherapie, ihre Ausbildung, ihre Geschichte und ihre Entwicklung gegeben. Die Definition von Ergotherapie und ihr Kernbegriff 'bedeutungsvolle Betätigung' wird unter der Perspektive von Bezugswissenschaften und der Occupational Science diskutiert, das Konzept der Occupational Justice wird dargestellt.

Nach Auswertung beider Teile wird ein eigenständiger Beitrag der deutschen Ergotherapie für die Gesundheitsförderung und Prävention eindeutig für sinnvoll gehalten, eine Analyse der bisherigen ergotherapeutischen Arbeitsbereiche, der veröffentlichten Lehrpläne und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung zeigt jedoch, dass wir bisher in diesem Bereich kaum präsent sind und auch nicht dafür ausbilden.

Im Teil B der Arbeit wird als Konsequenz daraus ein neues Modul/Lernfeld für die Ausbildung empfohlen und nach Analyse der dafür erforderlichen Kompetenzen konstruiert. Für den lernfeldorientierten Berliner Lehrplan zur Ergotherapie-Ausbildung werden konkrete Hinweise zur Implementierung gegeben. Die dem Lernfeld unterlegten Lernsituationen werden mit Kompetenzen, Inhalten, methodischen Hinweisen und Evaluationsvorschlägen dargestellt. Ein Modulbuch liefert konkrete Unterrichtsbeispiele.

Am Ende der Arbeit wird die Frage diskutiert, ob ein derartig neues Arbeitsgebiet mit seinen Anforderungen den Rahmen einer Berufsfachschulausbildung sprengt. Als Ergebnis wird festgehalten, dass der Beruf nicht warten kann, bis die Ausbildung grundständig akademisch wird und dass die erforderlichen Kompetenzen schon heute an einer guten Berufsfachschule mit entsprechend qualifizierten Lehrkräften ausgebildet werden können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Schulz-Kirchner Verlag
Homepage: https://www.skvshop.de/de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4163


Informationsstand: 29.04.2010

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