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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Politik für benachteiligte und behinderte Menschen


Sammelwerk / Reihe:

ConSozial 2007: In Soziales investieren - Mehr Werte schaffen


Autor/in:

Christa, Stewens


Herausgeber/in:

König, Joachim; Oerthel, Christian; Puch, Hans-Joachim


Quelle:

München: Allitera, 2008, Seite 31-38


Jahr:

2008



Abstract:


Unter dem Motto In Soziales investieren - Mehr Werte schaffen - fand die ConSozial 2007 statt. In dem Plenumsvortrag von Christa Stewens ging es um Politik für benachteiligte und behinderte Menschen.

Durch alle Bereiche der Sozialpolitik ziehe sich die Diskussion um steigende Kosten. Wenig beachtet in diesem Kontext werde zum einen, dass der Sozialmarkt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist und, dass Menschen, die auf soziale Hilfe angewiesen sind, nicht einfach als Kostenfaktor gesehen werden dürfen. Nach unserem Verständnis sind die zentralen Themen des Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle selbstverständliche Grundlagen einer Politik für benachteiligte und behinderte Menschen. Dennoch seien immer wieder Anstöße notwendig, um auf die Thematik aufmerksam zu machen.

Für die Sozial- und Behindertenpolitik richtungsweisend sind Grundsätze wie der Schutz des Lebens und der Würde von Menschen sowie die Stärkung der Fähigkeit und der Möglichkeit von Menschen, ihr Leben selbst zu bestimmen. Hinsichtlich der Behindertenpolitik werde deutlich, dass der Bogen von den Kindern bis zu den ältesten Menschen zu spannen ist und es zeigt sich, dass Investitionen in Soziales mehr Werte schaffen.

Meilensteine für diese Politik sind unter anderem die UN-Konvention zur 'Förderung und zum Schutz der Rechte und Würde von Menschen mit Behinderung' sowie das Behindertengleichstellungsgesetz, womit der Paradigmenwechsel weg von der Fürsorge hin zur Teilhabe unterstützt wurde. Ein weiteres Hauptanliegen sei nun die Stärkung der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Diese stationären Einrichtungen gewährleisten fachliche Begleitung, Förderung und Betreuung. Durch weitere neue Wohnformen wird die bereits eingeleitete Differenzierung des stationären Angebots weiter gefördert.

Durch qualifizierte Förderung und verbesserte medizinische Möglichkeiten erreichen immer mehr Menschen mit Behinderung das Seniorenalter. Um auch in Zukunft eine ausreichende und ansprechende Versorgung dieser Personengruppe sicher zu stellen, hat man sich auf Leitlinien für die bedarfsgerechte Versorgung von älteren Menschen mit Behinderung verständigt.

Als weiteres hochaktuelles Thema nennt die Autorin die Reform der Pflegeversicherung. Sie hält die vorgesehenen Leistungsverbesserungen für einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation von Betroffenen. Dennoch seien zwei wichtige Probleme nicht gelöst worden. Einerseits sei es nicht gelungen den Bürgern eine Antwort auf die Frage der demografischen Entwicklung und dem erheblichen Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen zu geben. Andererseits sei auch die Diskriminierung von Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nicht beseitigt worden.

Bezüglich des Arbeitsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe geht die Autorin besonders auf Interventionsprogramme für Hochrisikofamilien ein. Kernpunkt der Arbeit mit Hochrisikofamilien ist ein multiprofessionelles Ampelkonzept, bestehend aus drei Phasen.

Abschließend bemerkt die Autorin, dass der Sozialstaat nur überleben kann, wenn er zukunftsfähig und zukunftsfest gemacht wird. Dabei sei das Verhältnis zu und der Umgang mit behinderten Menschen ein Prüfstein für die Humanität der Gesellschaft. Außerdem sei es die Verpflichtung unserer Gesellschaft sich dieser Menschen anzunehmen, sie zu fördern und zu integrieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


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Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


BUCH & media GmbH
Homepage: http://www.buchmedia.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4420D01


Informationsstand: 06.05.2008

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