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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Erhaltung von Arbeitsplätzen durch betriebliches Eingliederungsmanagement

Bachelorarbeit an der Fachhochschule Westküste Deutschland



Autor/in:

Berner, Florian


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Hamburg: Diplomica, 2008, 100 Seiten, ISBN: 978-3-8366-1941-7


Jahr:

2008



Abstract:


Problemstellung:

In der Arbeit wird die Erhaltung von Arbeitsplätzen durch betriebliches Eingliederungsmanagement näher untersucht und beleuchtet. In dem Studiengang Wirtschaft und Recht wurden gleichermaßen betriebswirtschaftliche, als auch rechtliche Themen behandelt. Genau diese Aspekte finden auch im betrieblichen Eingliederungsmanagement Anwendung, sodass in dieser Arbeit auf beide eingegangen wird.

Mit der Novellierung des SGB IX trat am 01.05.2004 die neue Präventionsvorschrift des § 84 Absatz 2 SGB IX in Kraft. Damit hat der Gesetzgeber ein Gesetz geschaffen, welches die Rehabilitation und die Integration von kranken und behinderten Menschen in den Vordergrund stellt.

Alle Arbeitgeber werden dadurch verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchzuführen. Dies muss geschehen, sobald ein Arbeitnehmer länger als sechs Wochen innerhalb eines Jahres erkrankt. Es macht dabei keinen Unterschied, ob der Arbeitnehmer ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig ist. Eine Beteiligung im Integrationsverfahren erfolgt dabei von Betriebs- und Personalräten sowie von Schwerbehindertenvertretungen.

Die Grundlage für die Erschaffung des § 84 Absatz 2 SGB IX liegt in der zunehmenden Arbeitsverdichtung und dem demografischen Wandel, da sich diese beträchtlich auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirkt.

Ein weiterer Hintergrund für diesen Ansatz ist, dass ein sehr großer Anteil der Arbeitsunfähigkeitstage von dem Personenkreis der Langzeiterkrankten verursacht wird. Das betriebliche Eingliederungsmanagement gibt den betrieblichen Interessenvertretungen die Möglichkeit, Strategien und Handlungsmöglichkeiten für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb präventiv anzuwenden und umzusetzen, um diese Langzeiterkrankungen zu verhindern. Der sich bereits jetzt immer stärker abzeichnende Fachkräftebedarf ist auch ein Grund, warum ein betriebliches Eingliederungsmanagement erstrebenswert ist.

Die Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, auf die Fähigkeiten und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen sowie auch von nicht behinderten Menschen zu verzichten. Immer wichtiger wird es daher, mit gezielten Maßnahmen die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dauerhaft zu erhalten.

Allein die volkswirtschaftlichen Kosten der Produktionsausfälle durch Arbeitsunfähigkeit in Deutschland werden auf jährlich über 40 Milliarden Euro geschätzt. Dies entspricht einem Ausfall an Bruttowertschöpfung von rund 70 Milliarden Euro. Genaue Vorgaben, wie Unternehmen diese Vorschrift explizit umzusetzen haben, wurden im § 84 Absatz 2 SGB IX vom Gesetzgeber aber ausgelassen. In der vorliegenden Arbeit soll deshalb der Versuch unternommen werden, die Abläufe des betrieblichen Eingliederungsmanagements, die dazugehörigen Vorgehensweisen sowie die jeweiligen Maßnahmen genau zu beleuchten.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass diese Vorschrift zwar nun seit vier Jahren verabschiedet worden ist, gleichwohl werden die Chancen des betrieblichen Eingliederungsmanagements - vermutlich auch durch Unwissenheit - nicht ausreichend oder gar nicht genutzt. Diese Chancen sollen vom Verfasser aufgezeigt werden, denn nicht nur der Arbeitnehmer profitiert von einem betrieblichen Eingliederungsmanagement, auch der Arbeitgeber kann davon profitieren, sodass ein beidseitiges Bestreben wünschenswert ist.

Bei den Arbeitgebern kann bei nicht Umsetzung hingegen ein Risiko entstehen. Eine Klagewelle könnte in der nächsten Zeit entstehen, wenn die Arbeitnehmer mehr auf ihre Rechte aufmerksam gemacht werden und versuchen diese durchzusetzen und nur aufgrund der Tatsache, dass die Vorschrift des § 84 Absatz 2 SGB IX nicht konsequent umgesetzt wird.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, detailliert zu beschreiben, wie man Arbeitsplätze durch betriebliches Eingliederungsmanagement erhält und Prävention betreibt. Es soll hervorheben, wie die Gesetzgebung umgesetzt werden soll, wie und wo man Hilfe bekommt und was das betriebliche Eingliederungsmanagement an Vorteile bieten kann.

Gang der Untersuchung:
In dieser Bachelor-Thesis wird die Erhaltung von Arbeitsplätzen durch betriebliches Eingliederungsmanagement untersucht.

Nach der Einleitung, in dem die Problemstellung beschrieben wird, definiert das zweite Kapitel das betriebliche Eingliederungsmanagement.

Kapitel drei stellt den persönlichen Geltungsbereich dar, in dem auch kurz die Historie geschildert wird, wie die Gesetzesvorlage zum §§ 84 Absatz 2 SGB IX entstanden ist.

Im vierten Kapitel werden die einzelnen Stellen, die am betrieblichen Eingliederungsmanagement beteiligt sind, vorgestellt und die jeweiligen Aufgaben kurz geschildert.

Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit den Voraussetzungen des betrieblieblichen Eingliederungsmanagements.

Kapitel sechs stellt auf die Ziele des betrieblichen Eingliederungsmanagements ab.

Anschließend erfolgt im Kapitel sieben, die Beleuchtung der einzelnen Maßnahmen, die mit dem betroffenen Beschäftigten durchgeführt werden können.

Kapitel acht beschäftigt sich damit, ob das betriebliche Eingliederungsmanagement, als Schema F angewandt werden kann oder ob ein individuelles Verfahren sinnvoller wäre.

Kapitel neun erläutert den Ablauf des Verfahrens in sechs Schritten, wobei im Kapitel zehn noch genauer auf das Mitarbeitergespräch eingegangen wird.

Die Rechte und Pflichten der beteiligten Stellen untersucht eingehend Kapitel elf.

Wichtig im Zusammenhang mit dem betrieblichen Eingliederungsmanagement ist die krankheitsbedingte Kündigung. Dieser gesamte Kündigungsschutzprozess wird in Kapitel zwölf beleuchtet.

Falls im Unternehmen ein betriebliches Eingliederungsmanagement eingeführt werden soll, ist in jedem Fall wichtig, Regelungsformen zu erarbeiten. Welche Möglichkeiten bestehen, legt Kapitel 13 dar.

In Kapitel 14 und 15 werden die Förderungen und die damit verbundenen Vorteile des Verfahrens dargestellt.

Kapitel 16 beschäftigt sich mit möglichen Stolpersteinen und wie diese umgangen werden können.

Als letztes wird in Kapitel 17 die Schlussbetrachtung vorgenommen.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Diplomica Verlag GmbH
Homepage: https://www.diplomica-verlag.de/

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Referenznummer:

R/NV4500


Informationsstand: 03.03.2009

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