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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eine Hochschule für alle

Ergebnisse der Evaluation



Sammelwerk / Reihe:

Empfehlung der 6. Mitgliederversammlung am 21.4.2009 zum Studium mit Behinderung/chronischer Krankheit


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Hochschulrektorenkonferenz (HRK)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2013, 35 Seiten


Jahr:

2013



Link(s):


Link zu den Evaluationsergebnissen (PDF | 300 KB)


Abstract:


Am 26. März 2009 trat das im Jahre 2008 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) in Deutschland in Kraft. In Artikel 24 der Konvention wird die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an Bildung herausgehoben. Dort heißt es: 'Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. […] Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten sicher, dass für Menschen mit Behinderungen angemessene Vorkehrungen getroffen werden.'

Im April 2009 verabschiedete die HRK-Mitgliederversammlung die Empfehlung 'Eine Hochschule für Alle' zum Studium mit Behinderung und chronischer Krankheit. In dieser Empfehlung stellen die Hochschulen einerseits fest, dass das Thema 'Barrierefreiheit' in den vergangenen Jahren zwar Einzug in den Hochschulbereich gehalten hat, die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit jedoch nach wie vor nicht ausreichend berücksichtigt werden. Zielsetzung der Empfehlung ist es, die chancengerechte Teilhabe von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit zu verbessern, indem die den Hochschulen zur Verfügung stehenden Instrumente - angefangen bei der Gestaltung der Curricula, der Gewährung von Nachteilsausgleichen bis hin zu baulichen Erfordernissen - dargestellt und entsprechende Maßnahmen zur Überwindung von Barrieren aufgezeigt werden.

Die Mitgliedshochschulen der HRK sind in der Empfehlung eine Selbstverpflichtung eingegangen, die Umsetzung der in der Empfehlung vorgesehenen Maßnahmen im Jahre 2012 zu evaluieren. Die Evaluation wurde im Sommersemester 2012 durchgeführt. Hierzu wurden die Hochschulen gebeten, einen Online-Fragebogen auszufüllen. Dieser umfasste 57 Fragen und Anmerkungsfelder und ging teilweise über die im Jahre 2009 verabschiedeten Fragestellungen hinaus, bezog vielmehr auch die bereits im Jahre 1986 von der damaligen Westdeutschen Rektorenkonferenz verabschiedete Empfehlung 'Hochschule und Behinderte. Zur Verbesserung der Situation von behinderten Studieninteressierten und Studenten an der Hochschule' und die im Jahre 1982 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder verabschiedete Empfehlung zur 'Verbesserung der Ausbildung für Behinderte im Hochschulbereich' mit ein.

Ziel der nun durchgeführten Evaluation ist es, einen ersten - wenn auch nur unvollständigen - Überblick über die an den Hochschulen eingeleiteten Maßnahmen zu erhalten, die für eine chancengerechte Teilhabe von Studierenden mit Beeinträchtigung erforderlich erscheinen. Es ist allerdings vorweg klar zu stellen, dass nicht jede angesprochene Maßnahme zwangsläufig für alle Hochschulen gleichermaßen umzusetzen ist. Vielmehr gilt es, den Maßnahmenkatalog auf das jeweilige Profil der Hochschule und die Gegebenheiten vor Ort anzupassen.

Von den angeschriebenen 267 Mitgliedshochschulen der HRK haben 135 Hochschulen den Fragebogen ausgefüllt. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 51 Prozent. Dank der regen Beteiligung der Hochschulen kann damit erstmals eine überblicksartige Aussage über den Zwischenstand auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien Hochschule - 'einer Hochschule für Alle' getroffen werden. Ein ausdrücklicher Dank gilt daher den 135 teilnehmenden Hochschulen, insbesondere den jeweiligen Hochschulleitungen, den Bearbeiterinnen und Bearbeitern des Fragebogens sowie den unterstützenden Stellen innerhalb und außerhalb der Hochschulen.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
Homepage: https://www.hrk.de/

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Referenznummer:

R/NV4599xB


Informationsstand: 15.04.2013

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