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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget: Von der Bedarfsfeststellung bis zur Zielvereinbarung

Dokumentation der Fachtagung am 12. Dezember 2007



Autor/in:

Lippert, Johannes; Wacker, Elisabeth; Rindermann, Georg


Herausgeber/in:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS)


Quelle:

Düsseldorf: Eigenverlag, 2008, 123 Seiten


Jahr:

2008



Abstract:


Von der Bedarfsfeststellung bis zur Zielvereinbarung - Wege zur gelingenden Umsetzung des Persönlichen Budgets gemäß § 17 SGB IX.

Zum 1. Januar 2008 wurde das trägerübergreifende Persönliche Budget gemäß § 17 SGB IX regelhaft in allen Ländern und Kommunen der Bundesrepublik eingeführt. Menschen mit Behinderung haben seitdem einen uneingeschränkten Rechtsanspruch auf die Ausführung von Leistungen zur Teilhabe in Form eines Persönlichen Budgets. Anbieter von Leistungen, Menschen mit Behinderung und Rehabilitationsträger werden durch das trägerübergreifende Persönliche Budget vor erhebliche Herausforderungen gestellt. In Bezug auf die Umsetzung des Persönlichen Budgets sind auch nach der Erprobungsphase noch viele Fragen offen.

Es ist noch weitgehend ungeklärt, wie die in der Budgetverordnung vorgesehenen Verfahren mit Leben gefüllt und Persönliche Budgets als trägerübergreifende Komplexleistungen realisiert werden können. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat die bevorstehende Einführung des uneingeschränkten Rechtsanspruches zum Anlass genommen, Fragen des Praxistransfers des trägerübergreifenden Persönlichen Budgets aus der Perspektive der Rehabilitationsträger im Rahmen einer Fachtagung zu diskutieren.

Unter dem Motto 'Von der Bedarfsfeststellung bis zur Zielvereinbarung' wurden vorliegende bundesweite und nordrhein-westfälische Erfahrungen mit trägerübergreifenden Persönlichen Budgets präsentiert und Wege zu einer gelingenden Umsetzung erörtert. Für die Veranstaltung, die mit 120 Teilnehmenden auf breite Resonanz stieß, konnten namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Praxis und Wissenschaft als Referenten gewonnen werden.

Nach einer Begrüßung durch Ministerialdirigent Ullrich Kinstner führte Dr. Jonathan Fahlbusch vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge als Moderator der Veranstaltung in die Thematik und den Verlauf der Tagung ein.

Johannes Lippert vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe erläuterte den rechtlichen Rahmen des Persönlichen Budgets, bevor Prof. Dr. Elisabeth Wacker von der Universität Dortmund Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung des Bundesmodellprojekts Trägerübergreifendes Persönliches Budget vorstellte.

In ihrem anschließenden Referat machten Georg Rindermann (die Kette e.V.) und Hanna Weinbach (ZPE der Universität Siegen) deutlich, dass Verfahrensgestaltung im Rahmen des Persönlichen Budgets als Lernprozess für alle Beteiligten zu verstehen ist.

Nachdem Jutta Giersch, Amt für soziale Sicherung und Integration, ein Fazit für die Modellregion Düsseldorf gezogen hatte und Tim Kähler, Sozialdezernent, die Bielefelder Erfahrungen hatte Revue passieren lassen, richtete sich der Blick nach Hessen.

Barbara Oerder vom Landeswohlfahrtsverband zeigte anhand eines Fallbeispiels auf, wie sich ein trägerübergreifendes Persönliches Budget mit fünf beteiligten Leistungsträgern und dem überörtlichen Sozialhilfeträger als Beauftragtem realisieren lässt.

Am Nachmittag wurden zentrale Schritte der Umsetzung Persönlicher Budgets gemäß der Budgetverordnung in vier Foren vertiefend behandelt.

In Forum 1 widmeten sich Torsten Tegge vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Ralf Sommer vom MAGS der Aufgabe und Rolle des beauftragten Leistungsträgers. Gemeinsam mit Lothar Flemming vom Landschaftsverband Rheinland und Hanna Weinbach vom ZPE diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums 2 Verfahren der Hilfebedarfsfeststellung.

Im Mittelpunkt des Forums 3, das von Claudia Schmidt-Herterich von der Kette e.V. und Dr. Johannes Schädler vom ZPE geleitet wurde, stand die Frage der Budgetberatung und -assistenz. Die Teilnehmenden des Forums 4 setzen sich gemeinsam mit Evelyn Küpper von der Sozialberatung der Lebenshilfe Düsseldorf e.V. und Georg Rindermann von der Kette e.V. mit Fragen der Zielvereinbarung und der Qualitätsstandards auseinander.

Die Ergebnisse aus den Foren bildeten die Grundlage für die abschließende Podiumsdiskussion. Martina Hoffmann-Badache (LVR), Johannes Lippert (LWL), Dr. Willibert Strunz (LAG SB NRW), Ralf Sommer (MAGS), Marion Ruhrberg (RD NRW BA), Siegfried Wurm (AOK Rheinland/ Hamburg) und Holger Baumann (Deutsche Rentenversicherung Rheinland) nahmen zum Thema 'Das trägerübergreifende Budget und seine Chancen - Strategien zur Umsetzung' Stellung.

Insgesamt wurde deutlich, dass es sich - trotz möglicher Hindernisse und vielfacher Anstrengungen, die dies bedeutet - lohnt, den Weg in Richtung trägerübergreifender Persönlicher Budgets weiter zu gehen und die Möglichkeiten dieses Instrumentes für ein selbstbestimmtes Leben und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu nutzen.

In dieser Dokumentation werden die Präsentationen der Plenumsvorträge und Impulsreferate zu den Foren zugänglich gemacht. Dies soll den Teilnehmenden die Gelegenheit bieten, in der Rückschau an die erörterten Inhalte anzuknüpfen.

[Aus: Einführung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 29 SGB IX Persönliches Budget | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Sammelwerk / Graue Literatur / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS)
Homepage: https://www.mags.nrw/broschuerenservice

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4804


Informationsstand: 09.09.2009

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