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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Modellprojekt Virtuelle Werkstatt für Menschen mit seelischer Behinderung

Abschlussbericht



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes; Saarland-Heilstätten GmbH - Virtuelle Werkstatt


Quelle:

Saarbrücken: Eigenverlag, 2009, 24 Seiten: PDF


Jahr:

2009



Link(s):


Link zu dem Abschlussbericht (PDF | 4,69 MB)


Abstract:


Am 1. Juni 2004 startete auf Initiative des saarländischen Ministeriums für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales das Modellprojekt Virtuelle Werkstatt für seelisch behinderte Menschen.

In einem Zeitraum von fünf Jahren wurden bis zum 31. Mai 2009 neue Wege zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben erprobt. Das Modellprojekt war zunächst regional begrenzt und wurde im Bereich des Stadtverbands Saarbrücken (rund 340.000 Einwohner) durchgeführt.

Zielgruppe des Vorhabens waren Menschen mit schweren seelischen Behinderungen, die den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht oder nicht mehr gewachsen sind und die Alternativen zu einer Beschäftigung in speziellen Werkstätten für behinderte Menschen suchen.

Mit dem Modellprojekt sollte für diese Menschen eine - passgenaue und dauerhafte - Beschäftigungsform in ganz normalen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes gefunden werden. Die Virtuelle Werkstatt verzichtete deshalb vollständig auf eigene Produktionsstätten und akquiriert ausschließlich ausgelagerte Werkstatt-Arbeitsplätze in der Wirtschaft und bei Behörden.

Mit der Durchführung des Modellprojekts war die Saarland Heilstätten GmbH (SHG), Saarbrücken, beauftragt. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Eingliederungshilfe des überörtlichen Trägers der Sozialhilfe und ergänzend aus dem Sondervermögen Ausgleichsabgabe des Integrationsamtes des Saarlandes.

Nur zwei Jahre nach dem Start des bundesweit einmaligen Modellprojektes waren alle 60 Plätze voll belegt. Es bestand eine sehr hohe Nachfrage nach Aufnahme in die Virtuelle Werkstatt. Auch die ersten Ergebnisse der Begleituntersuchung zu dem Modellprojekt waren überaus positiv. Sie bestätigten insbesondere die Annahme, dass gerade Menschen mit chronischen seelischen Erkrankungen trotz ihrer Einschränkungen unter möglichst normalen Bedingungen arbeiten wollen. Und es gibt Erkenntnisse dafür, dass dies unter entsprechenden Rahmenbedingungen realisierbar und für die Kostenträger auch finanzierbar ist.

Bei einem erfolgreichen Verlauf des Modellprojektes wird das Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales prüfen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Konzeption dauerhaft und flächendeckend als Förderleistung anbieten zu können. Soweit es hierzu rechtlicher Änderungen bedarf, wird die Landesregierung eine entsprechende Bundesratsinitiative ergreifen. Ziel ist es, die Beschäftigungsform der Virtuellen Werkstatt in gleicher Weise zu fördern wie die der gesetzlich anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Saarland-Heilstätten GmbH
Virtuelle Werkstatt
Homepage: https://www.shg-kliniken.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4925


Informationsstand: 25.11.2009

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