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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget Friedrichshain-Kreuzberg

Projektdokumentation 2008



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

SenatorIn für Integration, Arbeit und Soziales Berlin


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2009, 50 Seiten


Jahr:

2009



Abstract:


Neues modellhaft auf den Prüfstand zu stellen - das bedeutet Chance und Auftrag zugleich. Von Menschen mit Behinderung lange gefordert, hat der Bund im Jahr 2001 das 'Persönliche Budget' als neue Leistungsform eingeführt. Mit der gesetzlichen Neuregelung verband er das Angebot, persönliche Budgets über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren modellhaft zu erproben.

In Modellregionen konnte man so erste Erfahrungen mit der neuen Leistungsform sammeln sowie die Vor- und Nachteile zusammentragen. Die Einführung des 'Persönlichen Budgets' war ein Prozess, bei dem alle Beteiligten gestaltend mitwirkten. Man könnte auch sagen, der Gesetzgeber gab den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, ein neues 'Produkt' zu testen. Das Land Berlin entschied sich, in dieser Modellphase einen aktiven Part zu übernehmen, um die Ziele des Persönlichen Budgets, nämlich die Stärkung der Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung, nachhaltig zu sichern.

Uns war dabei bewusst, dass eine gute Erprobung nur gelingen würde, wenn die potenziellen Nutzerinnen und Nutzer, das heißt leistungsberechtigte Menschen mit Behinderung, als Experten in eigener Sache beteiligt und gehört würden. So entschied sich das Land Berlin in seiner Modellregion des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg für eine Projektkonzeption, die vor allem zwei Aspekte in den Vordergrund rückte: das Projekt war für alle Menschen mit Behinderung offen - unabhängig von Art und Umfang ihres Bedarfes -, und die Verwaltung arbeitete eng mit Interessenvertretern von Menschen mit Behinderung zusammen.

Das multiprofessionell zusammengesetzte kleine Projektteam sprach sich auch dafür aus, im ersten Jahr verwaltungsseitig so unbürokratisch wie möglich zu arbeiten, um potenzielle Budgetnehmerinnen und Budgetnehmer nicht durch 'Papierberge' zu entmutigen, sondern durch kompetente Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zu unterstützen. Mit diesem Ansatz gelang es dem Berliner Projekt, vergleichsweise sehr schnell Menschen zu finden, die bereit waren, die neue Leistungsform auszuprobieren.

Diese offene Haltung vonseiten der Menschen mit Behinderung sowie die Tatsache, dass das Berliner Projekt als erste Modellregion einen Kreis von 50 Budgetnehmerinnen und Budgetnehmern erreichte, bestätigen rückblickend, dass der eingeschlagene Weg richtig war. Am Ende von drei Jahren intensiver, teilweise auch kontroverser, aber immer an der Sache orientierter Diskussion galt es, die Projektphase zum Abschluss zu bringen und ein Fazit zu ziehen.

Mit der vorliegenden Projektdokumentation möchte ich Ihnen die Gelegenheit geben, den Weg des Projektes nachzuvollziehen. Die Dokumentation führt Sie daher chronologisch von der ersten Stunde bis zum abschließenden und zugleich ausblickenden Fachtag des Projektes. Es ist auch deutlich geworden, dass ein qualifiziertes Beratungsangebot für die Betroffenen sehr wichtig ist. Daher habe ich auch für die Zeit nach der Projektphase ein solches Beratungsangebot im Land Berlin sichergestellt.

Das herausragende Ergebnis der Projektphase aus meiner Sicht aber ist das positive Echo der Budgetnehmerinnen und Budgetnehmer. Das 'Persönliche Budget' hat seine Probezeit bestanden und wird auch für die Zukunft ein wichtiges Instrument moderner Politik für und mit Menschen mit Behinderung sein.

[Aus: Vorwort]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Homepage: https://www.berlin.de/sen/ias/service/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4930


Informationsstand: 04.12.2009

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