Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mini-ICF-APP: Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen

Ein Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen in Anlehnung an die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF), der Weltgesundheitsorganisation



Autor/in:

Linden, Michael; Baron, Stefanie; Muschalla, Beate


Herausgeber/in:

Testzentrale Göttingen


Quelle:

Göttingen: Hogrefe und Huber, 2015, 2. Auflage, Manual, 50 Ratingbogen, Ankerdefinitionen und Box


Jahr:

2015



Abstract:


Es handelt sich um ein Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen in Anlehnung an die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation.

Einsatzbereich:

Erwachsene Patienten und Patientinnen in der Rehabilitation, Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Sozialmedizin.

Das Verfahren:

Das Mini-ICF-APP orientiert sich an der von der Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Es ist ein ökonomisches Fremdbeurteilungsinstrument (Ratingverfahren) zur Beschreibung und Quantifizierung von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen im Kontext psychischer Störungen und ermöglicht somit eine Differenzierung zwischen Krankheitssymptomen und krankheitsbedingten Fähigkeitsstörungen. Mit dem Verfahren soll eingeschätzt werden, in welchem Ausmaß ein Patient oder eine Patientin in seinen Fähigkeiten bei der Durchführung von Aktivitäten beeinträchtigt ist.

Es werden die folgenden Fähigkeiten beurteilt:

(1) Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen,
(2) Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben,
(3) Flexibilität und Umstellungsfähigkeit,
(4) Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen,
(5) Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit,
(6) Durchhaltefähigkeit,
(7) Selbstbehauptungsfähigkeit,
(8) Kontaktfähigkeit zu Dritten,
(9) Gruppenfähigkeit,
(10) Fähigkeit zu familiären bzw. intimen Beziehungen,
(11) Fähigkeit zu Spontan-Aktivitäten,
(12) Fähigkeit zur Selbstpflege,
(13) Verkehrsfähigkeit.

Das Verfahren eignet sich zur Beurteilung des aktuellen Fähigkeitsstatus von Patienten sowie zur Veränderungsmessung beispielsweise im Rahmen einer Therapieverlaufskontrolle. Es kann zur Erfassung des Bedarfs an therapeutischer und sozialer Hilfe sowie zur Planung von Maßnahmen zur Prävention, Gesundheitsförderung und Unterstützung bei der Partizipation am gesellschaftlichen und beruflichen Leben eingesetzt werden.

Zuverlässigkeit:

Die Interrater-Reliabilität liegt zwischen r = .70 (ungeschulte Rater) und r = .92 (geschulte Rater).

Gültigkeit:

Es sind Zusammenhänge zwischen dem Ausmaß der Fähigkeitsstörungen und psychopathologischen Maßen (Anzahl der F-Diagnosen, SCL-90-R) sowie Arbeitsfähigkeitsstatus und Dauer von Arbeitsunfähigkeit ermittelt worden. Das Rating ist änderungssensitiv, es sind Abnahmen im Ausmaß der Fähigkeitsstörungen im Verlauf einer psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung abbildbar.

Normen:

Es liegen Anwenderergebnisse für eine Stichprobe in der stationären psychosomatischen Rehabilitation vor (N = 213).

Bearbeitungsdauer:

Die Bearbeitung und Auswertung dauern insgesamt etwa 10 Minuten.

[Aus: Verlagsinformation]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Hogrefe & Huber Verlagsgruppe
Testzentrale Göttingen
Robert-Bosch-Breite 25
37079 Göttingen
Telefon: 0551 50688-0
Telefax: 0551 50688-24
E-Mail: testzentrale@hogrefe.de
Homepage: http://www.testzentrale.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4952


Informationsstand: 25.04.2018

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