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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation bei psychischen Störungen

Nach Maßgaben der ICF und ICD-10



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Frieboes, Ralf-Michael; Zaudig, Michael; Nosper, Manfred


Quelle:

München: Urban & Fischer, 2005, 400 Seiten: 40 farb. Tab., kartoniert, ISBN: 3-437-56790-X


Jahr:

2005



Abstract:


Das umfangreiche Werk stellt Aspekte der Rehabilitation psychischer Störungen dar: Die Abgrenzung zur kurativen Therapie, die gesetzlichen Voraussetzungen im SGB IX, die ambulanten, teilstationären und vollstationären klinischen und Betreuungseinrichtungen, die unterschiedlichen Verfahren aus der psychodynamischen und der Verhaltenstherapie und gibt mit Statistiken den Anteil der psychopathologischen Syndrome in der Rehabilitation wieder.

Es überrascht, dass affektive Störungen im Vordergrund stehen. Der stationären Rehabilitation wird wegen der Stützung der kommunikativen Fähigkeiten in der Patientengruppe der Vorzug gegeben. Einerseits sind diese Systeme mehr an verhaltenstherapeutischen, andererseits an psychodynamischen Prinzipien orientiert. Es finden sich viele Anklänge an das vor allem in den nordischen und angloamerikanischen Ländern seit langem verbreitete Prinzip der therapeutischen Gemeinschaft wieder.

In allen Beiträgen wird betont, dass auch jeder kurativen Therapie rehabilitative Momente innewohnen. Andererseits wird Rehabilitation vielfach mit Therapieverfahren betrieben. Therapie hat Heilung, Rehabilitation die soziale (berufliche und familiäre) Wiedereingliederung bei nichtheilbarer Störung zum Ziel. Dennoch überlappen sich beide Bereiche sowohl in der Anwendung der Verfahren als auch in der Zielsetzung. Diagnostisch beziehen sich die Autoren auf den International Code of Diseases (ICD).

Erstmals in der deutschen Literatur wird aber noch ein anderes Klassifikationssystem eingeführt, die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Sie wurde 2001 von der Weltgesundheitsorganisation verabschiedet. In ihm werden nach dem bio-psycho-sozialen Modell die Leistungsfähigkeit und die faktische Leistung einer Person in Abhängigkeit von ihren (noch) vorhandenen Fähigkeiten, ihrer Willenseinstellung, ihrer personalen und sachlichen Umwelt beschreibend-quantifizierend dargestellt. Das wichtigste Ziel sei es, eine gemeinsame Sprache für die Beschreibung der funktionalen Gesundheit zur Verfügung zu stellen.

In einem Werk mit so vielen Autoren lassen sich Wiederholungen nicht vermeiden. Die Lesbarkeit wird außerdem durch teilweise endlose Satzbildungen, die nicht immer durchsichtige Systematik in der Beschreibung und einen insgesamt mehr formal beschreibenden als die Erlebensseite einer Störung kennzeichnenden Stil erschwert; der Patient tritt als Subjekt infolge formalistischer Beschreibung in den Hintergrund. Das ist bedauerlich, weil das Werk ein Pool wichtiger Informationen zur Rehabilitation ist, welche jedoch trotz Sachverzeichnis (Index) nur jeweils stückweise zu finden sind.

[Gemäß Rezension von A. Ploeger]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk




Bezugsmöglichkeit:


Elsevier, Urban & Fischer
Homepage: https://www.elsevier.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4963


Informationsstand: 19.05.2005

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