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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erfahrungen von Betrieben mit der Erstausbildung behinderter Jugendlicher


Sammelwerk / Reihe:

Berichte zur beruflichen Bildung, Band 55


Autor/in:

Walden, Günter; Wiederhold-Fritz, Susanne


Herausgeber/in:

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 1983, 28 Seiten, ISBN: 3-88555-178-0


Jahr:

1983



Abstract:


'In der im Jahr 1981 durchgeführten Erhebung des BIBB wurden 700 Betriebe nach ihren Erfahrungen mit der Erstausbildung behinderter Jugendlicher gefragt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob und bei welchen Kostenfaktoren bei der Ausbildung Behinderter im Vergleich zu Nichtbehinderten eine überdurchschnittliche Kostenbelastung gesehen wird.

Die Betriebe stehen der Ausbildung von Behinderten grundsätzlich positiv gegenüber. Die Einstellung Behinderter wird zwar vorrangig mit sozialen Motiven begründet, jedoch werden auch in vielen Fällen die besondere Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Arbeitsfreude der behinderten Auszubildenden hervorgehoben. Behinderte können erfolgreich ausgebildet werden, insbesondere wenn die Berufswahl entsprechend der Art der Behinderung getroffen wird und Neigung und Fähigkeiten der Jugendlichen ausreichend Berücksichtigung finden.

Auf der anderen Seite werden von den Betrieben jedoch auch deutlich Belastungsfaktoren gesehen. Hier werden in erster Linie höhere Unterweisungs- und Betreuungszeiten für die Ausbildung Behinderter im Vergleich zu Nichtbehinderten genannt. Bei einem zusätzlichen Zeitaufwand des Ausbildungspersonals erhöhen sich dementsprechend die Personalkosten der Ausbildung. So geben im Falle der Unterweisung am Arbeitsplatz 80 Prozent der befragten Betriebe an, dass für die Unterweisung des behinderten Auszubildenden mehr Zeit aufgewendet werden müsse als für einen vergleichbaren nichtbehinderten Auszubildenden. Der erforderliche Unterweisungsaufwand hängt in erheblichem Maße von der Art der Behinderung des Auszubildenden ab: Nach Einschätzung der Betriebe weichen die Unterweisungszeiten für Körperbehinderte weniger oft und dann auch nur geringfügig von den Unterweisungszeiten für nichtbehinderte Auszubildende ab. Für hör-/sprachbehinderte Jugendliche sowie für Lernbehinderte werden dagegen starke Abweichungen angegeben. Relativ häufig werden die produktiven Zeiten (d.h. Zeiten, in denen der Auszubildende für den Betrieb wirtschaftlich verwertbar eingesetzt werden kann) sowie der Leistungsgrad behinderter Auszubildender niedriger eingeschätzt als bei nichtbehinderten Auszubildenden. Abweichungenbeim Leistungsgrad werden im verstärkten Maße für Lernbehinderte gesehen.'

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Homepage: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen

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Referenznummer:

R/NV5207


Informationsstand: 12.03.2013

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