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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliche Qualifikationsanforderungen und Probleme bei der Besetzung von Fachkräftestellen

Auswertungen aus dem IAB-Betriebspanel 2013



Sammelwerk / Reihe:

IAB-Forschungsbericht, Band 14/2014


Autor/in:

Bechmann, Sebastian; Dahms, Vera; Tschersich, Nikolai [u. a.]


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)


Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, 2014, 97 Seiten: PDF


Jahr:

2014



Link(s):


Link zu dem Forschungsbericht (PDF | 742 KB)


Abstract:


Die deutsche Wirtschaft hat sich auch 2013 auf einem Wachstumskurs befunden. Deutsche Betriebe bewerteten die wirtschaftliche Lage positiv und seit 2005 wurde kontinuierlich Beschäftigung aufgebaut. In einem wirtschaftlich positiven Umfeld erweist sich die Besetzung von Fachkräftestellen schwerer als in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Auf Stellenbesetzungsprobleme können Betriebe unterschiedlich reagieren: Sie können zum Beispiel bei Stellenbesetzungen Kompromisse eingehen oder verstärkt in die Aus- und Weiterbildung von zukünftigen Fachkräften investieren.

Die Daten des IAB-Betriebspanels zeigen, dass sich bei insgesamt steigender Beschäftigung die betriebliche Nachfrage nach Fachkräften sowie die Nichtbesetzungsquote auf einem hohen Niveau stabilisiert haben. Betriebe hatten vor allem Probleme bei der Besetzung von Arbeitsplätzen, für die ein Hochschulabschluss vorausgesetzt wird. Die Besetzung von Arbeitsplätzen, für die ein Berufsabschluss erforderlich ist, hat sich zwar als weniger kompliziert erwiesen, aber gegenüber 2008 als zunehmend schwerer. Probleme hatten vor allem Kleinstbetriebe - und das vor allem bei der Einstellung von Hochqualifizierten. Insgesamt betrachtet konnten die Betriebe ihren Fachkräftebedarf jedoch mehrheitlich decken. Jeder dritte Betrieb gab an, bei Fachkräfteeinstellungen Kompromisse eingegangen zu sein. Sie nahmen vor allem einen höheren Einarbeitungsaufwand hin oder reduzierten ihre Ansprüche an die fachlichen Qualifikationen. Kompromisse bei der Bezahlung oder den Arbeitszeitvorstellungen gingen sie eher selten ein.

Neu sind die zunehmenden Schwierigkeiten, die Betriebe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen haben. Sowohl der Anteil der Betriebe mit Problemen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen als auch der Umfang der unbesetzten Ausbildungsstellen ist gestiegen. Gegenüber 2000 hat sich zum Beispiel der Anteil der Betriebe mit Besetzungsproblemen mehr als verdoppelt. Wie bei der Besetzung von Fachkräftestellen waren hier 2013 in erster Linie Kleinstbetriebe betroffen. In der Regel war nicht das Fehlen von Bewerbern für unbesetzte Ausbildungsplätze verantwortlich, sondern das Fehlen von aus Sicht der Betriebe geeigneten Bewerbern. Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe mit unbesetzten Ausbildungsstellen hatten Bewerber abgelehnt, und zwar mehrheitlich wegen des Fehlens der notwendigen schulischen Vorbildung der Bewerber. Viele Betriebe nannten auch als Grund, dass die abgelehnten Bewerber den berufsspezifischen Anforderungen nicht entsprochen hätten.

Vor diesem Hintergrund scheinen Bewerbergruppen, die bislang keine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz hatten, nun ein wenig stärker in das Interesse der Betriebe zu rücken. Unter bestimmten Bedingungen werden nun auch Bewerbern mit schlechten schulischen Leistungen Chancen eingeräumt. Bewerber ohne Schulabschluss haben aber weiterhin nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

[Autorenreferat, IAB-Doku]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Abstract:


This research paper is based on the findings of an explorative study, conducted on behalf of the IAB by the University of Halle in cooperation with the Aktion Psychisch Kranke e. V Bonn. The combination of literary studies and secondary analyses of health insurance companies' databases suggests a significant incidence of psychiatric
diagnoses among recipients of unemployment benefit II. Expert interviews held at five different locations have revealed different standards regarding the support, care
and treatment of this group of people as well as different forms of cooperation between Job Centers and the respective offers concerning support measures for mentally
ill job seekers. The support measures included within the legislation of the Second Book of the German Social Code (SGB II) are hardly capable of satisfying the specific requirements and needs of mentally ill welfare recipients regarding long term, dependable and individual care and aid measures.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Berichte-Reihe 'IAB-Forschungsbericht'
Homepage: https://www.iab.de/de/publikationen/forschungsbericht.aspx

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5258


Informationsstand: 20.11.2014

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