Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Präventionsbericht 2012

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung: Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung, Berichtsjahr 2011



Sammelwerk / Reihe:

Präventionsbericht


Autor/in:

Schempp, Nadine; Jung, Caroline; Seidel, Jan [u. a.]


Herausgeber/in:

Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS); GKV-Spitzenverband


Quelle:

Essen: Eigenverlag, 2012, 128 Seiten


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Präventionsbericht (PDF | 1,29 MB)
Link zum Tabellenband zu dem Bericht (PDF | 3,4 MB)


Abstract:


Bereits zum elften Mal dokumentieren die gesetzlichen Krankenkassen mit dem vorliegenden Präventionsbericht 2012 ihre Leistungen in der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung. Das Berichtsjahr 2011 zeigt erneut ein stärkeres Engagement der Krankenkassen in der betrieblichen Gesundheitsförderung, eine stabile lebensweltbezogene Gesundheitsförderung sowie einen anhaltenden Rückgang bei rein verhaltenspräventiven Kursangeboten für Versicherte. Während Individualangebote nur auf die Verhaltensänderung einzelner Versicherter abzielen, haben Angebote, die in die Arbeits- und Lebenswelt der Menschen hineinzielen, ein sehr viel größeres Potenzial. Sie können sowohl die Verhältnisse verändern als auch das Verhalten Einzelner.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt legt der aktuelle Präventionsbericht diesmal auf die psychische Gesundheit. Anhand verschiedener Beispiele zeigt der Bericht die Bandbreite der Kassenangebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit, von der betrieblichen Gesundheitsförderung über die lebensweltbezogene Prävention, bis hin zu Kursangeboten für besondere Zielgruppen. Die betriebliche Gesundheitsförderung stellt beispielsweise erfolgreich auf die psychische Gesundheit älterer Arbeitnehmer ab. Die Zahl derjenigen, die an Maßnahmen zur Bewältigung psychischer Belastungen teilnahmen, konnte erheblich gesteigert werden. Wie bereits erwähnt, ist Gesundheitsförderung besonders wirksam, wenn sie in den Lebenswelten der Menschen verankert wird, also in Stadtteilen oder Schulen, den so genannten Settings. Mit Aktivitäten im Setting-Ansatz haben die Krankenkassen im Berichtsjahr einen hohen Betreuungsgrad der Bildungseinrichtungen - insbesondere im Vorschulbereich - erreicht.

Inhaltlich spielen hier neben den klassischen Themen Bewegungsförderung und gesundheitsgerechte Ernährung, Aktivitäten zum Umgang mit Stress, zum gesundheitsgerechten Umgang miteinander und zur Stärkung psychischer Ressourcen eine wichtige Rolle. Auch wenn Primärprävention und betriebliche Gesundheitsförderung im Vergleich zu anderen Leistungsbereichen der gesetzlichen Krankenversicherung relativ klein sind, wird ihre Bedeutung sehr hoch eingeschätzt. So investiert die gesetzliche Krankenversicherung mit 3,87 Euro je Versicherten freiwillig deutlich mehr in diesen Bereich, als sie soll. Denn der gesetzliche Ausgabenrichtwert für das Jahr
2011 liegt bei 2,86 Euro. Dieses finanzielle Engagement sowie die hohe Qualität und Nachhaltigkeit der Gesundheitsförderung, die der Bericht 2012 dokumentiert, zeigen: Prävention und Gesundheitsförderung sind unverzichtbarer Bestandteil des Leistungskanons der gesetzlichen Krankenversicherung.

Gesundheitsförderung jedoch allein als Aufgabe bei der gesetzlichen Krankenversicherung zu verankern, würde zu kurz greifen. Auch das wird in dem aktuellen Bericht deutlich. Um eine breite gesellschaftliche Wirkung zu erreichen, müssen gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dies bedarf der Zusammenarbeit aller daran beteiligten Akteure der Gesellschaft - also auch der Länder, Kommunen, Arbeitgeber und Einrichtungsträger.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS)
Homepage: https://www.mds-ev.de

GKV-Spitzenverband
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Homepage: https://www.gkv-spitzenverband.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV5502x12


Informationsstand: 23.03.2016

in Literatur blättern