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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

DVfR-Kongress 2011: Individuelle Rehabilitation in Sozialräumen

Impulse aus der Behindertenrechtskonvention



Autor/in:

Thomann, Klaus-Dieter; Rink, Marion; Schmidt-Ohlemann, Matthias [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2011


Jahr:

2011



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Abstract:


Der Kongress der DVfR zum Thema 'Individuelle Rehabilitation in Sozialräumen - Impulse aus der Behindertenrechtskonvention' am 30.06. und 01.07.2011 in Berlin griff die sozialräumliche Dimension für die Gestaltung der Rehabilitation auf. Die Diskussion gab grundlegende Anstöße zur Weiterentwicklung der Strukturen für rehabilitative Angebote in den einzelnen Sozialräumen. Rund 250 Fachleute aus der Rehabilitation, unter ihnen viele Vertreter der Selbsthilfe und der Sozialverbände, haben teilgenommen und den Kongress aktiv mitgestaltet.

Zahlreiche Vorträge, Workshops und Diskussionen die das aktuelle Thema der Sozialraumorientierung aus politischer, internationaler und zielgruppenspezifischer Perspektive behandelten, führten zu Ergebnissen die auch weiterhin die Diskussion beeinflussen werden.

Die DVfR betrachtet die Ergebnisse des Kongresses als einen Beitrag zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention (BRK) und zur Weiterentwicklung der Rehabilitation wie sie in Art. 26 BRK formuliert und konzipiert ist. Dort wird gefordert, dass die Rehabilitationsprogramme so gemeindenah wie möglich umgesetzt werden sollen. Damit ist nicht nur die räumliche Nähe gemeint, sondern die Einbeziehung des Sozialraumes als Lebenswelt der Menschen.

Der Sozialraumorientierung werden positive Eigenschaften zugeschrieben, unter anderem Ressourcenorientierung, Gemeinwesen- und Netzwerkarbeit statt alleiniger Einzelfallarbeit, Abkehr von rein Institutionen orientiertem und dominiertem Handeln hin zur Lebenswelt. In der Kinder- und Jugendhilfe und in der Sozialen Arbeit ist die Sozialraumorientierung heute bereits selbstverständlich und im stetigen Diskurs.

Auch im Hinblick auf die Rehabilitation ist die Beschäftigung mit dem Thema Sozialraum wichtig. Angesichts der Tendenz zur Orientierung der Rehabilitation und Eingliederung an individuellen Bedarfen und weniger an institutionellen Vorgaben ist die systematische Gestaltung von Sozialräumen unter Einbeziehung der Angebote für die Rehabilitation zwingend erforderlich. Dabei sollen zukünftig die Ressourcen und Kompetenzen in den jeweiligen sozialen Netzwerken unter Berücksichtigung des Grundsatzes ambulant vor stationär mehr genutzt werden. Teilhabefördernde Angebote müssen bei Bedarf im jeweiligen Sozialraum vorhanden sein, wenn sie gebraucht werden. In seinem Vortrag machte Dr. Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR) deutlich, dass aber nicht unkritisch eine Wohnortnähe gefordert werden kann. Viele, vor allem spezialisierte Rehabilitationsangebote sind nur in größeren Sozialräumen als dem Quartier organisierbar. Gemeint ist, ein sozialräumlicher Blick auf die verschiedenen Lebensräume, das Quartier, das Dorf, die Stadt, aber auch den Landkreis, das Bundesland und letztendlich auch auf die Bundesrepublik.

Wir müssen uns darüber klar werden, so Dr. Schmidt-Ohlemann, dass bei der Inklusions- und Sozialraumdebatte nicht nur die soziale Rehabilitation gemeint ist, wie oft gedacht wird. Es geht auch darum, bei Bedarf den Zugang zu Leistungen der pädagogischen Habilitation und Rehabilitation, der beruflichen Rehabilitation und der medizinische Rehabilitation zur Verfügung zu stellen. All diese Bereiche sind unter dem Blickwinkel der Sozialraumorientierung zu diskutieren und zu gestalten, denn alle Rehabilitationsbereiche haben die Teilhabe zum Ziel.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Sammelwerk / Tagungsdokumentation / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Homepage: https://www.dvfr.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV6014


Informationsstand: 19.07.2019

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