Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

An die Arbeit - mit Persönlichem Budget!

Abschlussbericht der Technischen Universität Dortmund und der Josefsheim GGmbH zum Forschungsprojekt



Sammelwerk / Reihe:

Projekte des Förderprogramms zur Strukturverstärkung und Verbreitung von Persönlichen Budgets, Band Projekt Nr. 21


Autor/in:

Biewald, Melanie; Frings, Stefanie; Pickhinke, Anne


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Josefsheim gGmbH; Technische Universität Dortmund - Rehabilitationssoziologie


Quelle:

Olsberg: Eigenverlag, 2011, 122 Seiten


Jahr:

2011



Abstract:


Kurzbeschreibung des Projekts:
Zunächst fand eine Information und Interessengewinnung statt. Danach wurden praxisnah mit interessierten potenziellen Budgetnehmern persönliche Lebensplanungen erarbeitet, Bedarfe formuliert und Einsatzmöglichkeiten des Persönlichen Budgets insbesondere für den Arbeitsbereich erörtert.

Bei der Umsetzung (Antragstellung, Bedarfsfeststellung, Bewilligung und Verwaltung) des Persönlichen Budgets
wurden die Budgetnehmer eng begleitet. Das gesamte Verfahren wurde von wissenschaftlichen Mitarbeitern der Technischen Universität Dortmund evaluiert, Befragungen wurden durchgeführt und eine Dokumentation sowie Handlungsempfehlungen für Leistungsträger, -erbringer, Berater und Beraterinnen sowie künftige potenzielle Budgetnehmer wurde erarbeitet.

Erkenntnisse, Hemmnisse, Probleme:
Kontoführungsgebühren wurden nicht in das Budget eingerechnet. Personenzentrierte Bedarfs- und Leistungsbemessung fällt im jetzt noch praktizierten 'Einrichtungssystem' schwer. Angebote der LE noch zu starr (einrichtungsorientiert).

Lösungsvorschläge, erarbeitete Produkte, Dienstleistungen/Nachhaltigkeit:
Persönliches Budget ist bedarfsdeckend zu bewilligen.

Bedarfsfeststellungsverfahren ändern (personenzentrierter gestalten).

Abschlussbericht einschließlich wissenschaftlicher Evaluation wurde gefertigt und ist im Internet jederzeit abrufbar. Die im Projekt begonnene Entwicklung wird auch nach Ablauf des Modells festgesetzt. Veränderte Normen im Bereich der WfbM-Vorgaben und bessere personenzentrierte Bedarfsfeststellungen und Leistungseinordnungen werden der Entwicklung für eine vermehrte Nutzung von Persönlichen Budgets entgegenkommen.

Bemerkung des BMAS:
Die rechtlichen Bestimmungen sehen eine grundsätzliche Gesamtbedarfsabdeckung vor. Im Rahmen einer möglichen Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe, evtl. Anpassung des SGB IX, insbesondere aber durch die Modularisierung und Verpreislichung von Leistungen in WfbM (s. Modellprojekt der BAG WfbM) bzw. die in Angriff genommene Veränderung der Vorgabe zu 'WfbM-Nutzung' (auch außerhalb auf dem Arbeitsmarkt) werden zahlreiche Persönliche Budgets zur Bewilligung kommen. Personenzentrierte und möglichst vereinheitlichte Bedarfsfeststellungsverfahren (ggf. mit Hilfe von ICF) werden auch Persönliche Budgets in Einrichtungen der Ausbildung und Umschulung behinderter Menschen zur Steigerung des Wunsch- und Wahlrechts sinnvoller machen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: Josefsheim gGmbH Berufsbildungswerk




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das BMAS hatte den Gesamt-Programmbericht sowie die Berichte der Einzelprojekte
mit Handlungsempfehlungen, Seminarunterlagen und Videoclips ursprünglich
im Portal 'einfach teilhaben' als Downloads zur Verfügung gestellt.
Homepage: https://www.einfach-teilhaben.de/DE/AS/Home/alltagssprache_n...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV6110x02


Informationsstand: 18.12.2012

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