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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Förderung von Beratungskompetenzen zum Persönlichen Budget für berufliche Teilhabe: Information und Fortbildung für Beratungsstellen zur Qualitätssteigerung von Budgetberatung

Abschlussbericht



Sammelwerk / Reihe:

Projekte des Förderprogramms zur Strukturverstärkung und Verbreitung von Persönlichen Budgets, Band Projekt Nr. 28


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, 2010, 5 Seiten


Jahr:

2010



Abstract:


Die BAG UB hat vom Januar 2009 bis zum Dezember 2010 ein zweijähriges Projekt durchgeführt, das Budgetberatungsstellen dabei unterstützte, detaillierte Beratung zum Persönlichen Budget im Schwerpunkt 'Berufliche Teilhabe' durchzuführen und auszubauen. Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und in enger Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Persönliches Budget des Paritätischen durchgeführt.

Ausgangspunkt des Projekts war der hohe Beratungsbedarf von Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf berufliche Teilhabeleistungen haben, aber noch zu wenig über die Möglichkeiten wissen, die ihnen das Persönliche Budget bieten kann. Zum Zeitpunkt des Projektbeginns wurden Beratungsangebote zum Thema Persönliches Budget stark ausgebaut; die Möglichkeiten der Beratungsstellen, gezielt zum Thema berufliche Teilhabeleistungen zu beraten, waren jedoch nur eingeschränkt vorhanden, da die praktische Umsetzung des Persönlichen Budgets im Bereich der beruflichen Teilhabe noch am Anfang stand und mit einer Vielzahl spezifischer fachlicher Fragestellungen verbunden ist.

An diesem Punkt setzte das Projekt der BAG UB an und bot den Beratungsstellen fachliche Unterstützung beim Ausbau ihrer Beratungskompetenzen und der regionalen Vernetzung mit anderen relevanten AnsprechpartnerInnen an. Dies geschah durch Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für MultiplikatorInnen, die in Beratungsstellen zu den Themen Rehabilitation und berufliche Teilhabe informieren.

Ziel des Projekts war es, gemeinsam mit den Beteiligten darauf hinzuarbeiten, dass bundesweit eine fachlich kompetente, möglichst ergebnisoffene und personenzentrierte Beratung und Unterstützung zum Persönlichen Budget für berufliche Teilhabeleistungen sichergestellt wird.

Die Inhalte, Zeitumfang und Orte der Informationen und Fortbildungen wurden flexibel an die konkreten Bedarfe der Budgetberatungsstellen angepasst. Möglich waren z.B. regionale halbtägige Info-Veranstaltungen oder Seminare (4-5 Std.) oder auch Gespräche und Info-Veranstaltungen für einzelne Beratungsstellen (Umfang nach Bedarf).

Die Veranstaltungen und Beratungsgespräche fanden beispielsweise statt
- in Hamburg (Räume der BAG UB)
- im Rahmen von Regionalkonferenzen des Kompetenzzentrums
- als Fortbildung in Ihren Räumen (inhouse-Veranstaltung)
- oder (im Rahmen von Seminarreihen) in den Räumen anderer Fortbildungsanbieter.

Folgende Themen und Fragestellungen waren Bestandteile der Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Beratungsstellen:
- Welche individuellen beruflichen Teilhabechancen können mit dem Persönlichen Budget erreicht und verbessert werden?
- Kommt für die betreffende Person das Persönliche Budget in Frage (Lebenssituation, Leistungsanspruch)? Was wäre damit gewonnen?
- Müssen vorab noch Leistungsansprüche geklärt werden?
- Sind Besonderheiten bei Budgets für WfbM-MitarbeiterInnen zu berücksichtigen?
- Welche Unterstützung brauchen Budgetnehmer/innen bei der Suche nach geeigneten Leistungsanbietern?
- Welche Erfahrungen und entsprechenden Modelle aus anderen Regionen könnten evtl. übernommen bzw. an regionale Erfordernisse angepasst werden?
- Welche Unterstützungsangebote zur beruflichen Teilhabe gibt es vor Ort, welche Anbieter könnte man anfragen zur Neuentwicklung von Angeboten?
- Welche Fachkonzepte bzw. fachlichen Kriterien für Unterstützungsangebote zur beruflichen Teilhabe existieren bereits? Welche dieser Konzepte sollten bei der Auswahl geeigneter Leistungsanbieter herangezogen werden, welche Konzepte können Leistungsanbietern bei der Erarbeitung neuer Unterstützungsangebote zur beruflichen Teilhabe als Grundlage dienen?
- Bestehen ggf. fachliche Standards, die beachtet werden müssen, um problemlose Übergänge zwischen verschiedenen Angeboten ggf. bei verschiedenen zuständigen Leistungsträgern zu sichern?
- Wie können BudgetnehmerInnen beraten und unterstützt werden, falls das Persönliche Budget bewilligt wird und/oder noch kein anderes Leistungsangebot vorhanden ist?
- Wer sind die Ansprechpartner bei den relevanten regionalen Leistungsträgern (Arbeitsagentur, Sozialhilfeträger, Unfallversicherung, Integrationsamt etc.)? Was ist beim Antragsverfahren zu beachten, auch abhängig von den einzelnen Leistungsträgern (insb. trägerübergreifendes PersB: Zuständigkeit der Leistungsträger etc.)?
- Wo bestehen in der Region (ggf. auch überregional) Beratungskompetenzen für weiterführenden Beratungsbedarf, auch z.B. bei gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger, bei Integrations- und anderen Fachdiensten?

Über das Informations- und Fortbildungsangebot hinaus erstellte das Projekt einen Beratungsleitfaden für Budgetberatungsstellen zum Persönlichen Budget für berufliche Teilhabeleistungen erstellen, der Anfang 2011 veröffentlicht werden wird.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. - BAG UB | REHADAT-Angebote und Adressen




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Das BMAS hatte den Gesamt-Programmbericht sowie die Berichte der Einzelprojekte
mit Handlungsempfehlungen, Seminarunterlagen und Videoclips ursprünglich
im Portal 'einfach teilhaben' als Downloads zur Verfügung gestellt.
Homepage: https://www.einfach-teilhaben.de/DE/AS/Home/alltagssprache_n...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV6110x17


Informationsstand: 16.01.2013

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