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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gesundheitsreport 2012

Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten: Schwerpunktthema Job, Gene, Lebensstil - Risiko fürs Herz?



Sammelwerk / Reihe:

DAK-Gesundheitsreport


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

DAK-Gesundheit


Quelle:

Hamburg: Eigenverlag, 2012, 179 Seiten


Jahr:

2012



Link(s):


Link zu dem Gesundheitsreport (PDF | 8,3 MB)


Abstract:


Trotz Euro-Krise und weltweiter Rezessionsängste erzielte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr ein vergleichsweise starkes Wachstum und hat an Wettbewerbsfähigkeit weiter gewonnen. Insgesamt waren 2011 mit über 36 Millionen Erwerbstätigen so viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Das sogenannte Jobwunder hat allerdings auch seinen Preis: Es ist zu einem großen Teil mit prekären Beschäftigungsverhältnissen verbunden. Die Erwerbstätigen müssen in puncto Arbeitszeit, Mobilität und Entlohnung wesentlich flexibler sein als früher.

Häufig reicht ein einziger Job zum Lebensunterhalt nicht mehr aus, wenn Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen tätig sind. Wer hier mithalten will, muss gesundheitlich besonders belastbar sein. Seit 2006 steigt der Krankenstand moderat, aber stetig an. So auch 2011 wieder. Mit einer Erhöhung um 0,2 Prozentpunkte liegt er nun bei 3,6 Prozent. Seit fünf Jahren verzeichnen wir damit insgesamt eine Steigerung von immerhin 20 Prozent. Anders ausgedrückt: Heute ist jedes erwerbstätige DAK Mitglied im Schnitt zwei Tage pro Jahr länger krank als 2006.

Für die gegenwärtige und zukünftige Interpretation des Krankenstandes zeigen sich über alle Branchen hinweg die ersten Anzeichen des demografischen Wandels. Der demografische Wandel ist bereits Realität. Die Belegschaften in den Betrieben sind schon heute deutlich älter als vor 10 Jahren. Laut Bundesagentur für Arbeit hat sich der Anteil der 60-65-Jährigen an allen Erwerbstätigen von 10 Prozent im Jahr 2000 auf 28 Prozent im letzten Jahr erhöht und damit fast verdreifacht. Ältere Belegschaften haben - so zeigen es unsere Zahlen - einen höheren Krankenstand. Insofern ist demografiebedingt zu erwarten, dass der Krankenstand auch in den nächsten Jahren immer stärker steigen wird, wenn Unternehmen nicht gegensteuern. Bei einer längeren Lebensarbeitszeit und deutlich weniger Berufseinsteigern wird es für Unternehmen zu einer Herausforderung, in den kommenden Jahren mehr junge Fachkräfte zu binden und ältere Arbeitnehmer gesund und leistungsfähig im Betrieb zu halten.

Die neue DAK-Gesundheit wird noch stärker als bisher mit einem effizienten betrieblichen Gesundheitsmanagement für die Mitarbeiter präsent sein. Ansatzpunkte dazu liefert der neue Gesundheitsreport. Schwerpunkt dieses Reportes ist das Thema: 'Job, Gene, Lebensstil - Gefahr fürs Herz?' Bei den Herzerkrankungen, insbesondere dem Herzinfarkt, lassen sich die skizzierten Herausforderungen einer künftig längeren Lebensarbeitszeit geradezu musterhaft verdeutlichen: Zum einen stellt sich die Frage, welche Bedeutung Herzinfarkte bzw. die Grunderkrankung der ischämischen Herzkrankheit in der kommenden Arbeitswelt mit älteren Belegschaften haben werden. Zum anderen ist zu klären, was zu tun ist, oder wo noch mehr getan werden
kann, um die Entstehung von Herzinfarkten zu verhindern. Und wie immer interessiert uns, was im Kontext von Arbeitswelt und betrieblicher Gesundheitsförderung getan werden kann. Denn die Ergebnisse des Gesundheitsreports sollen auch ein Appell an die betrieblichen Akteure sein, in ihrem Engagement um die Förderung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Arbeitsweit nicht nachzulassen.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


DAK-Gesundheit
Homepage: https://www.dak.de

IGES Institut GmbH
Homepage: https://www.iges.com

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV739312


Informationsstand: 05.06.2019

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