Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Inklusionsbetriebe in Deutschland


Sammelwerk / Reihe:

REHADAT VERZEICHNISSE


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

REHADAT - Berufliche Teilhabe und Inklusion


Quelle:

Köln: Eigenverlag, 2019, 8. Auflage, jährliche Aktualisierung, 602 Seiten: PDF


Jahr:

2019



Link(s):


Link zu dem Verzeichnis (PDF, 3,4 MB).


Abstract:


Inklusionsbetriebe (auch: Inklusionsfirmen) haben einen besonderen sozialen Auftrag: Sie schaffen Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen und ermöglichen inklusive und gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt in Inklusionsbetrieben zwischen 30 und 50 Prozent und ist damit sehr viel höher als in anderen Unternehmen.

Zu den Zielgruppen gehören Menschen mit Schwerbehinderung, deren Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt besonders schwierig ist. Gründe dafür können die Art und Schwere der Behinderung sein sowie zusätzliche Umstände, die eine Vermittlung hemmen (z. B. Alter, Langzeitarbeitslosigkeit, mangelnde Qualifizierung). Weitere Zielgruppen sind Abgänger von Förderschulen oder Frauen und Männer, die bisher in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet haben, so wie behinderte oder von Behinderung bedrohte psychisch kranke Menschen, deren Teilhabe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf besondere Schwierigkeiten stößt.

Inklusionsbetriebe bieten Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung, arbeitsbegleitende Betreuung und nach Bedarf berufliche Qualifizierungsmaßnahmen. Manche Firmen unterstützen bei der Vermittlung in eine andere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Neben regulären Arbeitsplätzen bieten einige Inklusionsbetriebe auch geringfügige Beschäftigungsmöglichkeiten als Zuverdienst an. Inklusionsbetriebe können rechtlich selbstständige Unternehmen sein oder unselbständige Betriebe und Abteilungen von Unternehmen und öffentlichen Arbeitgeber*innen.

Je nach Einzelfall haben Inklusionsbetriebe Anspruch auf finanzielle Hilfen wie Investitions- und Personalkostenzuschüsse. Beratung zur Förderung und Gründung von Inklusionsbetrieben leisten die Integrationsämter, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsfirmen, bag-if und die Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte, FAF gGmbH.

Im Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) sind die Aufgaben und die finanzielle Förderung von Inklusionsbetrieben gesetzlich geregelt in den Paragrafen 215 bis 217.

Das Verzeichnis enthält Angaben zu Inklusionsbetrieben aus dem REHADAT-Portal Angebote und Adressen. Die Informationen zu den Firmen werden von REHADAT laufend gesammelt, regelmäßig aktualisiert und im Portal veröffentlicht. Das Verzeichnis erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Datenquellen sind u. a. die Listen der Integrationsämter, Hinweise der bag-if und der FAF gGmbH, Berichte in Fachveröffentlichungen und Meldungen der Firmen selber bei REHADAT.

Hinweise zu Neugründungen und Auflösungen von Firmen sowie Korrekturwünsche an vorhandenen Daten nimmt REHADAT jederzeit entgegen. Die Kontaktdaten und Beschreibungen der Angebote wurden hauptsächlich aus den Selbstdarstellungen der Firmen erstellt, soweit aussagekräftige Informationen (auf den Internetseiten der Firmen oder ihrer Träger) vorhanden waren.

Der Hauptteil des PDF-Verzeichnisses ist nach Bundesländern geordnet. Innerhalb der Bundesländer sind die Firmen aufsteigend nach Postleitzahl aufgeführt. Im Anhang befindet sich ein Schlagwortindex der Dienstleistungen und Angebote. Nutzer des REHADAT-Portals Angebote und Adressen können die Inklusionsbetriebe, ihre Dienstleistungen und Angebote auch komfortabel über eine Branchensuche finden.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Praxishilfe/Ratgeber / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


REHADAT - Berufliche Teilhabe und Inklusion
Homepage: https://www.rehadat.de
Homepage: https://www.rehadat.de/presse-service/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV7607


Informationsstand: 22.08.2019

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