Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bedingungen und Mechanismen (gelingenden) betrieblichen Eingliederungsprozessen (BEM)

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Detka, Carsten; Ohlbrecht, Heike


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 216-218


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 12 MB).


Abstract:


Angesichts der Veränderungen in der Arbeitswelt werden Fragen der Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen immer bedeutsamer. Das Forschungsprojekt 'Präventive Gesundheitsstrategien - Aus BEM lernen' knüpft an der Schnittstelle von Stay at Work und Return to Work an. Es untersucht Entwicklungs- und Verlaufsprozesse im Vorfeld, im Zugang und in der Durchführung von BEM. Insbesondere die Perspektive der Beschäftigten, die BEM durchlaufen haben, wird dabei in den Blick genommen.

So ist bisher wenig darüber bekannt, wie Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und BEM von Beschäftigten tatsächlich wahrgenommen werden. Wichtig ist es zudem die Auswirkungen vorausgegangener beruflich-biografischer Brüche, von Qualifizierungsmaßnahmen, Problemen in der Work-Life-Balance etc. auf die Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit bedingter Gesundheit in den Blick zu nehmen. Dabei stehen BEM-Prozesse in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Mittelpunkt des Forschungsprojektes, welches durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird. Im Fokus der qualitativ-empirischen Studie stehen 40 retrospektive episodische Interviews mit Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, die BEM durchlaufen haben.

Der Wissensstand zu BEM in KMU ist immer noch nicht vergleichbar mit dem in großen Unternehmen. Trotzdem lässt sich vielfach ein (mehr oder weniger) strategisches Vorgehen im Umgang mit kranken und von Krankheit bedrohten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in KMU beobachten, das jedoch mitunter nicht unter dem Titel 'BEM' etabliert ist. Dabei gibt es durchaus produktive Prozesse mit kreativen Lösungen. BEM-Prozesse können verschiedene Wirkungen entfalten, die über die BEM-Ziele im engeren Sinne hinausgehen: So kann ein BEM für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine 'Initialzündung' darstellen für die Ausprägung eines anderen Umgangs mit dem Körper und der eigenen Gesundheit. Durch BEM kann es auch zu einer Sensibilisierung für das Thema Gesundheit im Unternehmen insgesamt kommen - BEM kann also als 'Schlüssel' zur Entwicklung von (auch präventiven) Strategien der Gesundheitsförderung im Betrieb wirken.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784651


Informationsstand: 18.05.2018

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