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Bibliographische Angaben zur Publikation

Soziale Ungleichheiten im Zugang zu medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen und Erwerbsminderungsrenten einer Risikokohorte: Eine längsschnittliche Deskription

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Fach, Eva-Maria; Markert, Jenny; Bethge, Matthias


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 223-225


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF | 12 MB)


Abstract:


Der Einfluss sozialer Ungleichheiten auf die Gesundheit und die medizinische Versorgung ist durch zahlreiche Studien gut belegt. Sozial Benachteiligte haben häufiger eine schlechtere Gesundheit, erreichen die gesundheitliche Versorgung später und profitieren in geringerem Maße von Versorgungsleistungen. Im Bereich der Rehabilitation zeichnet sich Ähnliches ab. Sozial schwache Statusgruppen erreichen mit schlechterer Gesundheit die Maßnahmen und weisen ein höheres Risiko für eine Erwerbsminderung auf. Bislang liegen kaum Erkenntnisse zum Einfluss sozialer Ungleichheiten auf den Zugang zu Rehabilitationsleistungen und Erwerbsminderungsrenten vor.

Ziel dieses Beitrags ist es, den Einfluss sozialer Ungleichheiten auf Zugang zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation und Erwerbsminderungsrenten bei einer Risikokohorte zu untersuchen. Grundlage der Sekundärdatenanalyse ist das 'Dritte Sozialmedizinische Panel für Erwerbspersonen' mit drei Erhebungswellen sowie verlinkten administrativen Daten zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation (LMR) und Erwerbsminderungsrenten (EMR). Soziale Ungleichheit wurde über den sozioökonomischen Status (SES) in Anlehnung an Deck und Röckelein mittels SES-Terzilen operationalisiert. Die Stichprobe umfasst 2.698 Versicherte (Zustimmung Datenlinkage) und das Durchschnittsalter betrug 47,9 Jahre.

Ein Viertel der Risikokohorte beantragte eine LMR, wovon knapp 88 % den Zugang zur Leistung erhielten. Männer mit niedrigem SES beantragten signifikant häufiger LMR. Bezüglich Bewilligung, Bewilligung nach Widerspruch und Ablehnung waren keine SES-Unterschiede zu verzeichnen, welches auf eine SES-unabhängige Bearbeitungsgrundlage der Anträge verweist. Hervorzuheben ist, dass bei Männern der SES bei Antragstellung auch unter Berücksichtigung der allgemeinen Gesundheit bedeutsam ist, währen bei Frauen andere Faktoren wirksam zu sein scheinen. Knapp 5 % der Risikokohorte stellten einen EMR-Antrag, wobei die Chance bei Frauen der niedrigen Statusgruppe deutlich höher ausfiel. Allerdings waren auch signifikant mehr Frauen mit niedrigem SES in der Stichprobe. Es bedarf weiterer Analysen unter Berücksichtigung der Geschlechter, um die jeweiligen Determinanten der Antragstellung für Frauen und Männer getrennt herauszuarbeiten. Dieses betrifft auch die EMR-Antragstellung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784654


Informationsstand: 18.05.2018

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