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Bibliographische Angaben zur Publikation

Prädiktoren subjektiver Rehabilitationsbedürftigkeit bei Männern und Frauen mit erhöhtem Risiko für eine vorzeitige Erwerbsminderungsrente

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Richter, Cynthia; Mau, Wilfried; Spanier, Katja [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 226-228


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 12 MB).


Abstract:


Mehr als die Hälfte aller Personen mit Erwerbsminderungsrente haben im Vorfeld der Berentung keine Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch genommen. Für diese Risikogruppe steht eine Unterversorgung mit rehabilitativen Leistungen zur Diskussion. Wenngleich die subjektive Wahrnehmung der eigenen 'Rehabilitationsbedürftigkeit' keine hinreichende Bedingung für Intentionsbildung und Beantragung einer Rehabilitation darstellt, so ist sie doch deren notwendige Voraussetzung und stellt damit eine wesentliche Determinante des Reha-Zugangs dar.

Während Prozesse von der Absichtsbildung bis zur tatsächlichen Antragstellung bereits Gegenstand mehrerer Studien bildeten, ist vergleichsweise wenig bekannt über die Einflussfaktoren der subjektiven Rehabilitationsbedürftigkeit. Anhand einer Kohorte mit einem erhöhten Risiko vorzeitiger erwerbsminderungsbedingter Berentung soll untersucht werden, welche Merkmale eine subjektive Rehabilitationsbedürftigkeit prospektiv vorhersagen.

In einer Sekundärdatenanalyse wurden die Daten der ersten (2013) und zweiten (2015) Erhebungswelle des 'Dritten Sozialmedizinischen Panels für Erwerbspersonen (SPE-III)' untersucht. Die Bruttostichprobe umfasste 10.000 Versicherte der DRV Bund mit Krankengeldbezug im Jahr vor der Ersterhebung.

Bei dieser Analyse erwies sich eine subjektiv eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sowohl für Männer als auch für Frauen als starker Prädiktor der subjektiven Rehabilitationsbedürftigkeit. Während bei Frauen zusätzlich eine subjektiv schlechte Gesundheit und hohe psychosoziale Arbeitsbelastungen mit subjektiver Reha-Bedürftigkeit assoziiert waren, spielten diese für Männer keine Rolle. Für diese wiederum erwiesen sich im Unterschied zu Frauen rehabilitationsbezogene Ergebniserwartungen und frühere Reha-Erfahrungen als bedeutsam.

Da die Wahrnehmung subjektiver Rehabilitationsbedürftigkeit den obligatorischen ersten Schritt im Prozess der Inanspruchnahme einer medizinischen Rehabilitation darstellt und offenbar zum Teil durch geschlechtsspezifisch unterschiedliche Faktoren beeinflusst wird, sollten diese bei Überlegungen zur Optimierung des Reha-Zugangs berücksichtigt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784655


Informationsstand: 18.05.2018

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