Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Leitlinie Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz

Arbeitsschutz gemeinsam anpacken



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Nationale Arbeitsschutzkonferenz


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Stand: 11. Januar 2018, 30 Seiten


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu der Leitlinie (PDF, 219 KB).


Abstract:


Ein wesentliches Ziel der von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern entwickelten Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie ist die Festlegung eines abgestimmten Vorgehens der für den Arbeitsschutz zuständigen Landesbehörden und der Unfallversicherungsträger bei der Beratung und Überwachung der Betriebe. Ausdruck dieser Zielsetzung ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Grundverständnisses in Form von Grundsätzen und Leitlinien zu zentralen Themen.

Die Leitlinien beschreiben auf der Grundlage des Arbeitsschutzgesetzes und insbesondere gemäß § 20 Absatz 1 Nummer 1 SGB VII und § 21 Absatz 3 Nummer 1 ArbSchG methodische Vorgehensweisen der für den Arbeitsschutz zuständigen Landesbehörden und der Unfallversicherungsträger für die Beratung und Überwachung der Betriebe.

Die Leitlinien formulieren einen fachlichen Rahmen, der gewährleistet, dass konkrete Überwachungs- und Beratungskonzepte inhaltlich gleichgerichtet und in Funktionalität und Anforderungsprofil gleichwertig ausgestaltet sind. Sie sollten so konkret sein, dass sie Handlungssicherheit für die praktische Anwendung ermöglichen.

Die vereinbarten methodischen Vorgehensweisen müssen sich in den Überwachungs- und Beratungskonzepten der Aufsichtsbehörden der Länder und der Unfallversicherungsträger wiederfinden. Sie sind gemäß Artikel 3 Absatz 1 Satz 1 der 'Rahmenvereinbarung über das Zusammenwirken der staatlichen Arbeitsschutzbehörden der Länder und der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im Rahmen der 'Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA)' bei der Planung und Durchführung der Beratungs- und Überwachungstätigkeiten zu berücksichtigen.

Die 'Leitlinie Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz' ist ein wesentliches Element bei der Erreichung des übergeordneten Ziels der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen effizient und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz - ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung - zu erhalten, zu verbessern und zu fördern. Arbeitsbedingten psychischen Belastungen kommt eine hohe Bedeutung für das Gesundheits- und Krankheitsgeschehen zu. Insoweit ist es wichtig, eine breite, adäquate Berücksichtigung psychischer Belastung bei der Arbeit im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu befördern.

Ein wichtiger Schritt hierzu ist ein gemeinsames Grundverständnis der Arbeits-schutzbehörden der Länder und der Unfallversicherungsträger im Themenfeld 'psychische Belastung'. Einheitliches Verständnis und ineinandergreifende Beratungs- und Überwachungsstrategien schaffen eine größere Handlungssicherheit des Aufsichtspersonals bei der Beratung und Überwachung der Betriebe und sind unabdingbar, um die betrieblichen Akteure im Themenfeld 'Psychische Belastung' wirkungsvoll unterstützen zu können.

Die Nationale Arbeitsschutzkonferenz hat sich im November 2015 auf Qualitätsgrundsätze für Instrumente/Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung verständigt. Die vorliegende, redaktionell bearbeitete Leitlinie wurde im Anhang 2 entsprechend ergänzt.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz
c/o Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Nöldnerstraße 40-42
10317 Berlin

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8074


Informationsstand: 31.07.2018

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