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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Inklusion in der beruflichen Ausbildung


Sammelwerk / Reihe:

Schriftenreihe des Netzwerk Bildung


Autor/in:

Lösekrug-Möller, Gabriele; Erdsiek-Rave, Ute; Baethge, Martin


Herausgeber/in:

Friedrich Ebert Stiftung (FES); Erdsiek-Rave, Ute; John-Ohnesorg, Marei


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2015, 1. Auflage, 104 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-95861-093-4


Jahr:

2015



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Abstract:


Immer mehr Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen besuchen gemeinsam Kitas und Schulen. Mit steigendem Alter stehen den Lernenden mit Handicap jedoch immer weniger Angebote zur Verfügung. Was in der Kita recht gut gelingt, ist längst noch nicht Standard an allen Schulen, geschweige denn in der beruflichen Bildung oder an der Hochschule.

Inklusive Bildung betrifft, anders als häufig angenommen, nicht vordergründig Menschen mit Behinderungen, sondern berücksichtigt die individuelle Bedürfnisse jeder/s Einzelnen. Wir sprechen von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Menschen mit Behinderungen. Trennscharfe Definitionen sind schwierig. Momentan werden in der Schule andere Diagnosen und Kategorien verwendet als in der beruflichen Bildung. Diese Verfahren gehören auf den Prüfstand, um Zugänge und Übergänge zu erleichtern.

Die finanziellen Aufwendungen für Inklusion in der beruflichen Bildung trägt bisher zum größten Teil die Bundesagentur für Arbeit mit 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2012 (Bildungsbericht 2014). Nur ein Prozent dieser Ausgaben gehen an Betriebe als Träger der Ausbildung. Daran zeigt sich: Die Rollen müssen neu verteilt werden. Die Berufsförderungswerke, die momentan ca. 2.500 Werkstattstandorte und rund 300.000 Menschen betreuen, werden weiter als Partner in Netzwerken eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig sollte ein größerer Anteil von Jugendlichen eine Chance in der betrieblichen Ausbildung erhalten.

Schon jetzt wenden sich immer mehr Betriebe auf der Suche nach Fachkräften neuen Zielgruppen zu. Die vorhandenen Angebote zur Unterstützung inklusiver Berufsausbildung sind jedoch noch nicht ausreichend bekannt und verbreitet. Die Publikation gibt auf Grundlage der Konferenz des Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung am 26. September 2014 in Berlin einen Überblick über die aktuelle Situation in der beruflichen Bildung, über rechtliche Fragen und mögliche nächste Schritte.

Die AutorInnen der Beiträge fordern transparente Strukturen und zeigen Wege auf, wie Berufsorientierung, Berufsberatung und die Vermittlung von Ausbildungsstellen gelingen können - auch und gerade zum Abbau von Barrieren. Eine Auszubildende berichtet: 'Ich finde, dass einiges anders werden muss: Die Wünsche der Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, sollten ernst genommen und berücksichtigt werden.'

Die Beiträge:

- Gabriele Lösekrug-Möller: Menschen mit Behinderungen müssen die Chance erhalten, ihr Bestes zu geben
- Ute Erdsiek-Rave: Von der UN-Konvention bis zur Kampagne 'Inklusion gelingt'
- Martin Baethge: Bildungsbericht 2014: Inklusion in der beruflichen Bildung
- Ursula Bylinski: Inklusive Berufsbildung: Vielfalt aufgreifen - alle Potenziale nutzen!
- Gerhard Labusch-Schönwandt: Die sozialrechtliche und sozialpolitische Perspektive: Nachhaltige Erwerbsperspektive durch Vernetzung der Akteure
- Angelika Kvaic: Netzwerkpartnerschaften in der beruflichen Bildung
- Sigrid Arnade: Perspektiven zum Abbau von Barrieren und Teilhabehemmnissen für Menschen mit Behinderungen
- Thomas Bauer: Berufliche Bildung in der Werkstatt für behinderte Menschen
- Annetraud Grote: InkA - Gleichberechtigter Zugang zur dualen Berufsausbildung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung
- Ausbildung mit Handicap: Jugendliche berichten


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk / Tagungsdokumentation / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
Homepage: https://www.landkreistag.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8247


Informationsstand: 22.05.2015

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