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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Dynamische Arbeitsplätze sind eindeutig gesünder


Sammelwerk / Reihe:

IFA Report, Band 4/2014


Autor/in:

Botter, Juliane; Burford, Eva-Maria; Commissaris, Dianne [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2014, 64 Seiten, ISBN: 978-3-86423-110-0


Jahr:

2014



Link(s):


Link zu dem Report (PDF | 3,7 MB)


Abstract:


Durch die stete Reduktion der physischen Arbeitslast und die steigende Anzahl an Büro- und Bildschirmarbeitsplätzen sind zunehmend mehr Beschäftigte von physischer Inaktivität am Arbeitsplatz betroffen. Die möglichen Folgen können Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Beschwerden sein. Meist können die negativen Folgen nicht allein durch eine aktive Freizeitgestaltung ausgeglichen werden, sodass eine Erhöhung der physischen Aktivität am Arbeitsplatz angestrebt werden sollte. Daher wurden verschiedene Konzepte zu 'dynamischen Büroarbeitsplätzen' entwickelt, die leichte physische Aktivität mit der Ausführung von Bürotätigkeiten verbinden.

Zwei dieser dynamischen Arbeitsplätze (Laufband und Sitzergometer) wurden in der vorliegenden Untersuchung mit je zwei Intensitäten sowie als Referenz ein konventioneller Sitz- und ein Steharbeitsplatz in einer Laborstudie getestet. Hierbei wurden je fünf standardisierte Bürotätigkeiten ausgeführt. Zwölf Versuchspersonen (je sechs männlich und weiblich) nahmen freiwillig an der Studie teil, wobei diese die Arbeitsstationen und die dort zu erledigenden Tätigkeiten in einer randomisiert festgelegten Reihenfolge bearbeiteten. Die Erfassung der Körperhaltungen und physischen Aktivität sowie von Muskelaktivität (M. erector spinae und M. trapezius p. descendens), Herzfrequenz und Energieumsatz erfolgte mithilfe des CUELA-Messsystems. Die Arbeitsleistung der fünf Tätigkeiten wurde dokumentiert. Die subjektive Einschätzung der Arbeitsleistung und die Meinung der Untersuchten zu den Arbeitsstationen wurden mittels Fragebögen erhoben.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Körperhaltung an den dynamischen Arbeitsstationen vergleichbar zu denen an den jeweiligen konventionellen Gegenstücken ist. Im Vergleich zum konventionellen Sitzarbeitsplatz sind die Werte der Muskelaktivität nur für wenige Tätigkeiten an den anderen Arbeitsstationen signifikant höher, die der physischen Aktivität, Herzfrequenz und des Energieumsatzes hingegen in den meisten Fällen an den dynamischen Arbeitsstationen signifikant höher. Die objektiv ermittelte Arbeitsleistung war bei dynamischen Arbeitsstationen lediglich für Tätigkeiten mit der PC-Maus signifikant schlechter, ansonsten gab es keine Unterschiede. Subjektiv schätzten die Testpersonen allerdings ihre Arbeitsleistung an den dynamischen Arbeitsstationen schlechter ein als an den konventionellen. Auch der Komfort der dynamischen Arbeitsstationen wurde tendenziell als geringer beurteilt, sodass hier noch Potenzial für Weiterentwicklungen hin zu ergonomisch besser gestalteten dynamischen Arbeitsstationen besteht.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Study of dynamic office workstations


Abstract:


Owing to the continual decline in physically strenuous work and the growing number of office and VDU workplaces, increasing numbers of workers are affected by a lack of physical activity at work. Possible consequences of this include musculoskeletal and cardiovascular disorders. In most cases, the negative consequences cannot be compensated for solely by more active leisure activities. Greater physical activity at work should therefore be made an objective. For this reason, a number of concepts have been developed for 'dynamic office workstations' which combine light physical activity with the performance of office tasks. In the present study, two such dynamic workstations (a treadmill and a semi-recumbent exercise machine) were tested in a laboratory study each at two intensities, together with a conventional seated and a standing workstation serving as controls.

Five standardized office tasks were performed in each case. Twelve volunteer test subjects (six male, six female) took part in the study and worked at the workstations and on the tasks to be completed in a randomized order. The CUELA system of computer-assisted measurement and long-term analysis of musculo-skeletal workloads was used to record the body postures physical activity, muscle activity (M. erector spinae and M. trapezius p. descendens), heart rate and metabolic rate. The work performance for the five tasks was documented. The subjective impression of the work performance and the test subjects‘ opinions of the workstations were recorded by means of questionnaires.

The results show the body postures at the dynamic workstations to be comparable to those at their conventional equivalents. Compared to those for the conventional seated workstation, the values for muscle activity at the other workstations are significantly higher only for a small number of tasks; conversely, the values for the physical activity, heart rate and metabolic rate are in most cases significantly higher at the dynamic workstations. A significantly reduced work performance can be shown only for use of the mouse with higher intensity at the treadmill workstation. The test subjects‘ subjective impressions of the dynamic workstations differed. The work performance at the dynamic workstations met with insufficient acceptance.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Homepage: https://www.dguv.de/de/mediencenter/publikation/index.jsp

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8260


Informationsstand: 24.06.2015

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