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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Selbstbestimmt unterwegs in Berlin?

Mobilität von Menschen mit Behinderungen aus menschenrechtlicher Perspektive



Autor/in:

Nieß, Meike; Aichele, Valentin


Herausgeber/in:

Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.; Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, 78 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-946499-27-5


Jahr:

2018



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Link zu dem Bericht (PDF | 776 KB)


Abstract:


Selbstbestimmte Mobilität ist ein Menschenrecht. Wie für alle anderen Lebensbereiche unterstreicht die 2009 in Kraft getretene UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) auch für die Freizügigkeit, dass Menschen mit Behinderungen darauf denselben Anspruch haben wie andere und legt damit einen Schwerpunkt auf die Faktoren moderner Gesellschaften, die für Mobilität entscheidend sind.

Dass die Gestaltung der Rahmenbedingungen, etwa im Falle des barrierefreien Nahverkehrs, ein wichtiges Politikziel darstellt, ist zwar nicht neu. Mit der UN-BRK hinzugetreten ist jedoch die menschenrechtliche Verpflichtung, den Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf selbstbestimmte Mobilität systematisch zu verfolgen und auf allen Ebenen politischen Handels und der Umsetzung aufzunehmen. Noch zu wenig bekannt sind überdies die in der UN-BRK enthaltenen spezifischen staatlichen Verpflichtungen zur Zugänglichkeit und zu angemessenen Vorkehrungen. Ein besonderes Gewicht erhält das Politikfeld, weil die Mobilität wiederum selbst eine Voraussetzung für Inklusion, Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe darstellt.

Vor diesem Hintergrund hat die Senatsverwaltung für Integration Arbeit und Soziales die Monitoring-Stelle UN-BRK des Deutschen Instituts für Menschenrechte 2017 beauftragt, eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Diese liegt nunmehr unter dem Titel 'Selbstbestimmt unterwegs in Berlin? Mobilität von Menschen mit Behinderungen aus menschenrechtlicher Perspektive' vor.

Die Analyse verfolgt das Ziel, die Bedingungen selbstbestimmter Mobilität von Menschen mit Behinderungen in Berlin systematisch zu erfassen und unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen. Dazu werden nach der Skizzierung völkerrechtlicher Grundlagen in Kapitel 2 sowie der Berücksichtigung gesetzlicher und politischer Vorgaben in Kapitel 3 schließlich in Kapitel 4 wesentliche Systembestandteile, die einzeln oder im Zusammenspiel über die gleichberechtigte Mobilität von Menschen mit Behinderungen entscheiden, analytisch betrachtet: Mobilität im öffentlichen Raum, im öffentlichen Verkehr, im Kraftfahrzeug-, Taxi- und Radverkehr sowie die Rolle spezieller Dienste. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit der Partizipation von Menschen mit Behinderungen bei Mobilitätsfragen in Kapitel 5.

Methodisch eingesetzt werden neben der Literatur- und Dokumentenanalyse auch schriftliche Abfragen bei zuständigen Stellen, Gespräche mit Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Verkehrsunternehmen sowie die beobachtende Teilnahme an Gremiensitzungen. Darüber hinaus fanden leitfadengestützte Interviews mit Berlinerinnen und Berliner mit körperlichen, intellektuellen und sensorischen Beeinträchtigungen statt, welche auf erlebte Barrieren im Alltag fokussierten.

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)




Dokumentart:


Buch/Monografie / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsches Institut für Menschenrechte e.V.
Homepage: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8653


Informationsstand: 16.04.2018

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