Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Qualitätsstandards für ein Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen - CMB

Ergebnisse einer Modellinitiative der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation



Autor/in:

Brader, Doris; Faßmann, Hendrik; Steger, Renate [u. a.]


Herausgeber/in:

Institut für empirische Soziologie Nürnberg (ifes)


Quelle:

Materialien aus dem Institut für empirische Soziologie, 2004, Heft 3, Nürnberg: Eigenverlag, Online-Ressource, ISSN: 1616-6884 (Print); 1618-6540 (Online)


Jahr:

2004



Link(s):


Link zu den Materialien (PDF, 550 KB).


Abstract:


Die entwickelten Arbeitsstandards stellen eines der Produkte dar, die im Rahmen der formativen Evaluation des von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation initiierten Modellprojekts Case Management zur Erhaltung von Beschäftigungsverhältnissen behinderter Menschen (CMB) erarbeitet wurden. Das Projekt diente der Erprobung der Möglichkeit, Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse gesundheitlich beeinträchtigter ArbeitnehmerInnen bei ihrem bisherigen Arbeitgeber durch ein spezielles Case Management zu erhalten oder anderweitig Wege zu finden, eine dauerhafte Wiedereingliederung in das Arbeitsleben zu erreichen - es wird im Spätherbst 2004 abgeschlossen.

Die nunmehr vorgelegten Qualitätsstandards sollen einer prägnanten Beschreibung des Konzepts und der Leistungen von Stellen (CMB-Stellen) dienen, die ein 'Ausgliederungsverhinderungsmanagement' praktizieren (wollen). Dabei ist gegenwärtig noch offen, unter welchen organisatorischen Bedingungen und auf welchen finanziellen Grundlagen solche Angebote dauerhaft vorgehalten werden sollen, und ob die betreffenden Leistungen von Rehabilitationsträgern selbst erbracht werden (sog. Reha-Träger-Modell) oder ob diese Aufgaben Dritten, wie Bildungsträgern oder Integrationsfachdiensten, übertragen werden (sog. Einkaufsmodell) .

Dabei wird zu berücksichtigen sein, dass das Case Management die Erbringung reiner Beratungsdienstleistungen bei weitem überschreitet und deshalb besonders qualifizierter Fachkräfte bedarf, die über ausreichende zeitliche Ressourcen verfügen, um die ihnen gestellten anspruchsvollen Aufgaben bewältigen zu können. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf die unmittelbar klientInnenbezogene Arbeit. Vielmehr ist dies auch im Hinblick auf die Schaffung, Aktivierung und Pflege einer regionalen Infrastruktur von Bedeutung, in die nicht nur die Rehabilitationsträger, sondern vor allem auch die Betriebe, Fachdienste, Ärzte und andere Partner eingebunden werden müssen, um das Ziel einer Ausgliederungsverhinderung möglichst vieler gesundheitlich beeinträchtigter ArbeitnehmerInnen erreichen zu können.

Die vorliegenden Qualitätsstandards entstanden in enger Zusammenarbeit der wissenschaftlichen Begleitung durch das Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit den Projektbeteiligten, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und den eingebundenen CMB-Stellen, sowie einer Reihe von VertreterInnen weiterer Organisationen, die als ExpertInnen zur Diskussion spezieller Fragen hinzugezogen wurden.

[Aus: Vorwort]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (ifes)
Homepage: https://www.ifes.fau.de/referenzen/publikationen/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA0521


Informationsstand: 31.01.2005

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