Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eine Gruppenintervention zur Förderung der Arbeitsfähigkeit für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren


Autor/in:

Broemer, Laura; Esser, Peter; Koranyi, Susan [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Laryngo-Rhino-Otologie, 2019, 98. Jahrgang (Heft 03), Seite 175-182, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0935-8943


Jahr:

2019



Abstract:


Einleitung:

Trotz hoher Belastung nimmt ein Großteil der Patienten und Patientinnen mit Kopf-Hals-Tumoren keine psychosoziale Versorgung in Anspruch. Diese Patienten und Patientinnen haben darüber hinaus ein höheres Risiko als andere Krebspatienten und Patientinnen, nicht wieder in den Beruf zurückzukehren. Daher wurde eine Gruppenintervention entwickelt, die sich an Patienten und Patientinnen mit Kopf-Hals-Tumoren richtet und deren Arbeitsfähigkeit, Lebensqualität, Selbstwirksamkeit und psychisches Wohlbefinden fördern soll.

Material und Methoden:

In einem randomisiert-kontrollierten Design erhalten die Patienten und Patientinnen eine Gruppenintervention oder eine sozialrechtliche Beratung. Eingeschlossen werden männliche Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren mit hoher psychischer und arbeitsbezogener Belastung. Die Gruppenintervention besteht aus acht Sitzungen. Die Gruppen werden von einer Psychotherapeutin und einem ehemals Betroffenen eines Kopf-Hals-Tumors (sogenannter Peer) geleitet. Die Umsetzbarkeit und Akzeptanz der Intervention wurde anhand einer Pilotgruppe getestet. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Pilotgruppe evaluierten jede Sitzung und wurden nach Abschluss der Intervention in halbstrukturierten Interviews zur Intervention befragt.

Ergebnisse:

Von 113 persönlich angesprochenen Patienten und Patientinnen nahmen zehn Patienten und Patientinnen an einem Screening-Gespräch teil. Davon nahmen vier Patienten und Patientinnen an der Pilotgruppe teil. Die Patienten und Patientinnen gaben an, dass sich die Gruppenintervention gut mit ihrem Alltag vereinbaren ließe und dass sie die Gruppe insgesamt positiv wahrgenommen hätten. Drei Patienten und Patientinnen betonten die Wichtigkeit des Peers.

Diskussion:

Vor allem der Peer als Identifikationsfigur ist von zentraler Bedeutung. Zur Verbesserung der Rekrutierungszahlen sollen Einschlusskriterien erweitert und der Teilnahmeaufwand reduziert werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

A group intervention to promote work ability in patients with head and neck cancer


Abstract:


Introduction:

Despite high distress the majority of head and neck cancer patients does not use any psycho-oncological counselling or psychotherapeutic support. Additionally, patients with head and neck cancer have an increased risk of not returning to work compared to other cancer patients. Therefore, we have developed a group intervention program which aims at improving work ability in patients with head and neck cancer as well as their quality of life, self-efficacy and psychological well-being.

Material and Methods:

In a randomized controlled trial head and neck cancer patients either receive a group intervention or socio-legal counselling. Male head and neck cancer patients with elevated levels of psychological and work-related distress are included. The group intervention consists of eight sessions. Groups are led by both a psychotherapist and a former head and neck cancer patient (peer). Feasibility and acceptability of the group intervention were tested by means of a pilot group. Each session was evaluated by pilot group participants. Semi-structured interviews were used to assess relevance of content and practicability.

Results:

113 patients were personally addressed, of which four patients participated in the pilot group. Patients reported that the intervention fit very well with their daily life and expressed satisfaction with it. Three patients emphasized the importance of the peer.

Discussion:

The presence of the peer as identification figure seems to be of crucial importance. To increase recruitment numbers inclusion criteria will be modified and participation costs will be reduced.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


LRO - Laryngo-Rhino-Otologie
Homepage: https://www.thieme.de/de/laryngo-rhino-otologie/profil-12497...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA1344


Informationsstand: 04.02.2019

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