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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitnehmer mit chronischen Erkrankungen im Entscheidungsdilemma: Individuelle Unterstützung durch eine digitale Reflexionshilfe zur Offenbarung gesundheitlicher Beeinträchtigungen im Arbeitsleben

Poster



Autor/in:

Chakraverty, Veronika; Bauer, Jana Felicitas; Jakob, Laura [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP), 2018, 68. Jahrgang (Heft 08), Seite e51, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0937-2032


Jahr:

2018



Abstract:


Poster auf dem Gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie e.V. (DGMP) und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie e.V. (DGMS) 'From Global Health Challenges to Community-Based and Individual Psychosocial Intervention Strategies', Leipzig, 26. bis 28.09.2018

Einleitung:

Viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit chronischen Erkrankungen stehen im Laufe ihres Berufslebens vor der Frage, ob und wie sie Aspekte ihrer Erkrankung auf der Arbeit offenbaren sollen. Die Entscheidung kann leicht zur Überforderung werden, da sowohl eine Offenbarung als auch eine Nichtoffenbarung sich ebenso positiv wie auch negativ auf Gesundheit und Arbeitsfähigkeit auswirken können. Ziel des Projektes ist daher die Entwicklung einer Reflexionshilfe, die Betroffene in der Entscheidungsfindung unterstützt. In der ersten Projektphase wurden Format, Struktur und Inhalt der Reflexionshilfe bestimmt.

Material und Methoden:

In einem mehrstufigen Prozess wurde die Analyse theoretischer Rahmenmodelle und empirischer Befunde mit eigenen Datenerhebungen kombiniert. Die Datenerhebungen bestanden aus einer quantitativen Onlinebefragung bei 274 chronisch erkrankten Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern und Experteninterviews mit relevanten Akteurinnen und Akteuren (zum Beispiel Betriebsärzte/Betriebsärztinnen, Betroffene, Arbeitgeber/Arbeitgeberinnen und Schwerbehindertenvertretungen).

Ergebnisse:

Vorhandene Forschung und die eigenen Daten machen die hohe Komplexität und Individualität der Entscheidung deutlich. Um den individuellen Reflexionsprozess auch bei Personen zu unterstützen, die (noch) nicht für eine persönliche Beratung bereit sind, erscheint ein niedrigschwelliges interaktives Onlineangebot sinnvoll. Im Einklang mit Motivations- und Entscheidungstheorien wird eine dreigeteilte Struktur für die Inhalte der Reflexionshilfe angestrebt: Erstens Information zu positiven und negativen Konsequenzen einer (Nicht-)Offenbarung sowie deren Wahrscheinlichkeiten in individuellen Kontexten, zweitens Reflexion über Ressourcen zum Umgang mit Konsequenzen und drittens Exploration persönlicher Werte und Entscheidungsvorlieben.

Diskussion:

Neben ihrer praktischen Relevanz wird die Reflexionshilfe auch empirische Einblicke in ein bisher wenig erforschtes Themenfeld ermöglichen. In allen weiteren Projektphasen werden Betroffene, Selbsthilfe und relevante Akteure einbezogen, um Nützlichkeit und Akzeptanz der Reflexionshilfe sicherzustellen.

Schlussfolgerung:

Die geplante Online-Reflexionshilfe soll Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit chronischen Erkrankungen niedrigschwellig, wissenschaftlich fundiert und praxisnah bei einer informierten und individuell guten Entscheidung für oder gegen eine Offenbarung unterstützen. Damit kann sie langfristig auch zur Förderung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit Betroffener beitragen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP)
Homepage: https://www.thieme.de/de/ppmp-psychotherapie-psychosomatik-p...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA1404


Informationsstand: 01.02.2019

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