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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Langzeitverlauf nach Multiorganversagen bei Polytrauma


Autor/in:

Grotz, M.; Pape, Hans-Christoph; Stalp, M. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Anaesthesist, 2001, Volume 50 (Number 4), Seite 262-270, Heidelberg: Springer, ISSN: 0003-2417 (Print); 1432-055X (Online)


Jahr:

2001



Abstract:


Fragestellung:

Diese klinische Nachuntersuchungsstudie sollte klären, ob es bei schwerstverletzten Patienten, die ein während der Intensivtherapie entwickeltes Multiorganversagen (MOV) überlebt haben, Organfolgeschäden im Spätverlauf gibt. Weiterhin sollten das berufliche Rehabilitationsergebnis sowie Ursachen für eine schlechtere berufliche Rehabilitation untersucht werden.

Methodik:

Einer klinischen Nachuntersuchung wurden 50 schwerstverletzte MOV-Patienten (PTS: 45,3-2,1) 4,9-0,3 Jahre nach Trauma zugeführt. Zum Nachweis verbliebener Organfunktionsstörungen wurden Funktionsparameter der Lunge (Funktionstest, Horovitz-Quotient), Leber (Bilirubin, GOT, Quick) , Niere (Kreatinin, Harnstoff) untersucht. Zusätzlich wurden das funktionelle (Bewegungsapparat, neurologische Ausfälle) und das berufliche Rehabilitationsergebnis analysiert.

Ergebnisse:

Weder die Anamnese noch die körperliche Untersuchung zeigten Residuen des Organversagens. Die Lungenfunktionsuntersuchung sowie die organspezifischen Laboruntersuchungen zeigten im Wesentlichen Normalbefunde. Bei etwa 25 Prozent der Patienten lagen signifikante Bewegungseinschränkungen des Ellenbogen-, Hüft-, Knie- oder oberen Sprunggelenks vor. Von den Patienten konnten 64 Prozent beruflich rehabilitiert werden; bei 41 Prozent dieser Patienten war dies mit einem Arbeitsplatz- beziehungsweise Berufswechsel verbunden. Ursachen für eine schlechtere berufliche Rehabilitation waren die SHT-Schwere, verbliebene Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks sowie eine verminderte allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit.

Schlussfolgerung:

Schwerstverletzte Patienten, die ein während der Intensivtherapie entwickeltes MOV überleben, zeigen keine Residuen des Organversagens. Das berufliche Rehabilitationsergebnis ist mit einer Return-to-work-Rate von 64 Prozent sehr gut und ist von der SHT-Schwere, Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks sowie der allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit abhängig.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Langzeitverlauf nach Multiorganversagen bei Polytrauma


Abstract:


Objective:

The aim of this follow-up study was to find out if severely injured patients with multiple organ failure (MOF) show any organotopic sequelae in the late course. Additionally the occupational rehabilitation result as well as the reasons for a poor occupational result were investigated.

Methods:

A total of 50 MOF patients with an injury severity of 45.3-2.1 PTS points were followed up 4.9-0.3 years after trauma. In order to show any organotopic sequelae, patients were examined and laboratory tests for the function of the lungs (function test, Horovitz-quotient), liver (bilirubin, GOT, bleeding time), and kidnies (creatinine, urea) were performed. The functional (locomotion and neurological system) and occupational rehabilitation results as well as the reasons for a poor occupational result were analysed.

Results:

The clinical examination as well the functional and laboratory tests showed mainly normal results but in in 25% of the patients a significantly decreased range of motion of the elbow, hip, knee and ankle joint was found. The 'return to work rate' was 64%. Reasons for a poor occupational result were the severity of head injury, a decreased range of motion of the hip joint and general physical fitness.

Conclusions:

Severely injured patients who survive MOF during their intensive care treatment, show no sequelae of organ failure. The occupational rehabilitation results were excellent with a 'return to work rate' of 64% which was dependent on the severity of head injury, a decreased range of motion of the hip joint and general physical fitness.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Anaesthesist
Homepage: https://www.springer.com/medicine/anesthesiology/journal/101

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2408


Informationsstand: 14.02.2005

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