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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wollen psychisch erkrankte Menschen, die eine befristete Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, wieder ins Erwerbsleben eingegliedert werden?


Autor/in:

Kobelt, Axel; Hesse, Bettina; Gebauer, Erika [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP), 2007, 57. Jahrgang (Heft 2), Stuttgart: Thieme, ISSN: 0937-2032


Jahr:

2007



Abstract:


Psychische Erkrankungen haben eine zunehmende Bedeutung bei Frühberentungen wegen voller Erwerbsminderung (VEM-Rente). Mehr als ein Drittel dieser Versicherten nehmen vor ihrer Berentung nicht an einer medizinischen Rehabilitation teil. Nur 6 Prozent kehren in Beschäftigungsverhältnisse zurück (Hesse, 2001).

Hypothesen der Untersuchung:

1. Psychisch erkrankte Versicherte mit einer VEM-Rente, sind zwei Jahre nach Beginn der Berentung immer noch gesundheitlich deutlich eingeschränkt.
2. Etwa ein Drittel dieser Versicherten sind an einer Wiedereingliederung interessiert.
3. Der Wunsch danach hängt von den gesundheitlichen Einschränkung und vom Alter ab.

Methodik:

Allen psychisch erkrankten Versicherten der DRV Braunschweig-Hannover, die im Jahr 2004 eine VEM-Rente bewilligt bekamen und unter 50 Jahren alt waren (n=352) wurde ein anonymisierter Fragebogen (Symptombelastung, Inkongruenzerleben, Alltagsaktivität, Motivation zur Reintegration) zugeschickt (Responderrate 54 Prozent).

Ergebnisse:

Das Durchschnittsalter lag bei 47 ± 7 Jahren, die mittlere Berentungsdauer betrug 2 Jahre. Die Versicherten waren psychisch deutlich belastet. Es fand sich ein mittlerer Geschlechtseffekt. Frauen fühlten sich in ihrer Alltagsaktivität eingeschränkter, ängstlicher und somatisch belasteter als die Männer. Etwa ein Drittel war motiviert, konkrete Unterstützung zur Reintegration zu nutzen. Die Motivation war von der gesundheitlichen Einschränkung und der Somatisierungstendenz abhängig.

Diskussion:

Das Ausmaß der gesundheitlichen Einschränkungen hat nur geringen Einfluss auf die Motivation, ins Erwerbsleben zurückzukehren (vergleiche auch Förster, 1984). Trotzdem ist der altersbedingte Anstieg der symptomatischen Belastung und der Einschränkungen im Alltag bei Initiativen zur Wiedereingliederung zu berücksichtigen. Der relativ hohe Anteil von Versicherten, die an einer Wiedereingliederung interessiert sind, begründet die Notwendigkeit neuer Rehabilitations- und Integrationskonzepten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Psychotherapie - Psychosomatik - Medizinische Psychologie (PPmP)
Homepage: https://www.thieme.de/de/ppmp-psychotherapie-psychosomatik-p...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA2876


Informationsstand: 17.04.2007

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