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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Personbezogene Faktoren der ICF - Entwurf der AG ICF des Fachbereichs II der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention - DGSMP


Autor/in:

Grotkamp, Sabine; Cibis, Wolfgang; Behrens, J.; Bucher, Peter O.; Deetjen, Wolfgang; Nyffeler, I. D.; Gutenbrunner, Christoph; Hagen, T.; Hildebrandt, M.; Keller, K.; Nüchtern, Elisabeth; Rentsch, Hans Peter; Schian, Hans-Martin; Schwarze, Monika; Sperling, Michael; Seger, Wolfgang


Herausgeber/in:

Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)


Quelle:

Das Gesundheitswesen, 2010, 72. Jahrgang (Heft 12), Seite 908-916, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0941-3790 (Print); 1439-4421 (Online)


Jahr:

2010



Abstract:


Die Erweiterung der Perspektive bei der Beschreibung der Auswirkungen von Gesundheitsproblemen durch die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) in Gestalt der Kontextfaktoren wurde allseits als Fortschritt gesehen.

Da die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Komponente der personbezogenen Kontextfaktoren der ICF 2001 zunächst aber noch nicht konkret ausfüllte, nahmen einzelne Länder die Anregung der WHO auf, jeweils bedarfsorientiert nationale Ansätze zu erarbeiten. Dies geschah auch in Deutschland. 2006 publizierte eine Expertengruppe des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) eine systematisch geordnete Liste von personbezogenen Kontextfaktoren für den deutschen Sprachraum.

Darauf aufbauend erarbeitete eine 2009 im Fachbereich II der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin (DGSMP) implementierte Arbeitsgruppe 'ICF' trägerübergreifend und mit Unterstützung von Schweizer ICF-Experten einen weiter entwickelten und breiter konsentierten Vorschlag für die Komponente der personbezogenen Faktoren.

Wie schon bei der Erstpublikation 2006 galt auch für den weiter entwickelten Ansatz die Prämisse: Im Mittelpunkt steht das Individuum! Für die Anwendung gilt somit in gleicher Weise, dass zum Schutz der Privatsphäre nur auf die für die aktuelle Fragestellung relevanten personbezogenen Faktoren fokussiert werden darf. Der aktuelle Stand sowie wesentliche Diskussionsergebnisse der Arbeitsgruppe werden vorgestellt.

Der neue deutsche Vorschlag wird mit den Vorschlägen anderer Expertengruppen aus Großbritannien, Japan, den Niederlanden, Kanada und Australien verglichen. Feedback und Anregungen zu diesem ersten Ergebnis des 'work in progress' sind willkommen, das seinerseits der WHO für ihre Weiterentwicklung der ICF zur Verfügung steht. Der Vorschlag soll 2011 im Rahmen einer Konsensuskonferenz in Deutschland der Fachöffentlichkeit vorgestellt und diskutiert werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Personal Contextual Factors of the ICF Draft from the Working Group ICF of Specialty Group II of the Geman Society for Social Medicine and Prevention


Abstract:


Personal contextual factors play an essential part in the ICF model in relation to patient-centred care. It is generally assumed that their classification must refer to the country-specific social and cultural setting and its particular linguistic terms.

Therefore personal factors are not classified as yet by the WHO for general use. In Germany in 2006 a group of experts working on the medical advisory board of statutory health insurance published a proposal for a systematic classification of relevant personal factors to describe the background of an individual's life and living.

This classification was now further analysed and thoroughly revised by a more comprehensive group of German specialists working in different health care insurances and institutions, authorised by the German Society for Social Medicine and Prevention (DGSMP), supported by German-speaking Swiss ICF specialists. This classification is published as work in progress intending to broaden and prepare the process of discussion for a consensus conference to be held in Germany in 2011.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Das Gesundheitswesen
Homepage: https://www.thieme.de/de/gesundheitswesen/profil-1875.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3290


Informationsstand: 10.03.2011

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