Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Grundsatzpapier der Rentenversicherung zur Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO)


Autor/in:

Schuntermann, Michael F.


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2003, 58. Jahrgang (Heft 1-2), Seite 52-59, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst, ISSN: 0012-0018


Jahr:

2003



Abstract:


Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF), die im Mai 2001 von der Vollversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verabschiedet und zur Anwendung in den Mitgliedsstaaten empfohlen wurde, operationalisiert den Begriff der funktionalen Gesundheit als das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen dem Gesundheitsproblem (ICD) einer Person und ihren Kontextfaktoren (Umwelt- und personenbezogenen Faktoren).

Sie klassifiziert Aspekte der funktionalen Gesundheit auf den Ebenen der Funktionen (einschließlich des mentalen Bereichs) und Strukturen des menschlichen Organismus, sowie der Aktivitäten einer Person und ihrer Teilhabe an Lebensbereichen. Das bio-psycho-soziale Modell, auf dem die ICF basiert, wurde gegenüber dem Krankheitsfolgenmodell der ICIDH von 1980 erheblich erweitert und damit der Lebenswirklichkeit Betroffener besser angepasst.

Im Gegensatz zur ICIDH kann die ICF ressourcen- und defizitorientiert angewendet werden. Mit ihr können das positive und negative Funktions- und Strukturbild, Aktivitäts- und Teilhabebild einer Person mit einem Gesundheitsproble m beschrieben werden. Damit ist die ICF für die Rehabilitation und die sozialmedizinische Begutachtung nutzbar. In das SGB IX gingen wesentliche Aspekte der ICF unter Berücksichtigung der in Deutschland historisch gewachsenen und anerkannten Besonderheiten ein.

Darüber hinaus kommen mit Inkrafttreten des SGB IX den trägerübergreifenden Aspekten der sozialmedizinischen Begutachtung eine besondere Bedeutung zu. Dies erfordert für alle Rehabilitationsträger eine gemeinsame Sprache, welche die ICF zur Verfügung stellt.

Mit der Anwendung der ICF wird in Deutschland Neuland betreten. Daher werden zur Vorbereitung der Einführung der ICF eine Reihe von Vorschlägen gemacht, die folgende Gebiete betreffen:
1) Information und Ausbildung,
2) Festlegungen zur Form der Anwendung der ICF in Rehabilitation und sozialmedizinischer Begutachtung,
3) Zusammenarbeit mit anderen Sozialleistungsträgern, wissenschaftlichen Fachgesellschaften und Berufsverbänden und
4) Entwicklung von Methoden zum Einsatz der ICF in der Praxis.

Erscheinungsdatum: 01.01.2003

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3637


Informationsstand: 29.09.2009

in Literatur blättern