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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Veränderungen bei neuen Beschäftigten mit physischen und geistigen Beeinträchtigungen aufgrund nicht erfolgreicher Sozialisation in beschützenden Werkstätten


Autor/in:

Dijkstra, Atze


Herausgeber/in:

European Federation for Research in Rehabilitation


Quelle:

International Journal of Rehabilitation Research, 1986, Volume 9 (Number 2), Seite 129-138, London: Lippincott Williams & Wilkins, ISSN: 0342-5282 (Print); 1473-5660 (Online)


Jahr:

1986



Abstract:


In 13 Organisationen wurde bei allen neuen behinderten Beschäftigten (N=1,948) eine Untersuchung durchgeführt mit dem Ziel, vor der Einstellung gestellte Prognosen über Veränderungen innerhalb von zwei Jahren nach der Einstellung zu vergleichen. In diesem Zeitraum verließen 21 Prozent der Versuchspersonen ihren Arbeitsplatz, die meisten von ihnen (80 Prozent) waren unfähig, sozial eingegliedert zu werden; alle von ihnen wurden arbeitslos.

Um die Unterschiede in den Veränderungen wegen nicht erfolgreicher Sozialisation zu erklären, wurden 10 erklärungsträchtige Variablen in einer schrittweisen Regressionsanalyse angewandt: Alter, Bildung, Geschlecht, Familienstand, Diagnose der Behinderung, behinderungsbezogene Zuwendungen, Sichtbarkeit der Behinderung, erzwungene Einstellung, Ausbildung am Arbeitsplatz und Prognose der Veränderung, wie diese von Professionellen der Rehabilitation (Arbeitsmediziner und Fachkräfte der Personalabteilung) erwartet wurde. Als beste Prädiktorvariable, die als Kontrolle aller sonst involvierten Erklärungsvariablen dient, erwies sich die Prognose der Veränderung.

Weitere signifikante Prädiktoren waren erzwungene Einstellung. Ausbildungsmaßnahmen am Arbeitsplatz, geistige Behinderung, behinderungsbezogene Zuwendungen und Familienstand. Daraus kann man schließen, dass berufliche Rehabilitationskräfte in einem bestimmten Maße den Grad nicht erfolgreicher Sozialisation vorhersagen können. Es lässt sich die Hypothese aufstellen, dass ihre Vorhersagen mit der Vorhersagekraft standardisierter Einstellungstests konkurrieren können. Auf die schlechten Prognosen für Arbeiter mit einer geistigen Behinderung wird besonders hingewiesen.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Turnover among new employees with physical and mental disabilities because of unsuccessful socialization in sheltered workshops


Abstract:


An investigation was carried out in 13 organizations among all new handicaped employes (N = 1.948) with respect to the prognosis (before placement) of turnover and actual turnover within two years after plecement. In this period 21 per cent left, most of them (80 per cent) were unable to become socialized, they all became jobless.

In order to explain differences in turnover because of unsuccessful socialization ten explanatory variables were applied in a stepwise regression analysis: age, education, gender, marital status, handicap diagnosis, disability benefit, visibility of the handicap, compulsory placement, in-service training and prognosis of turnover as expected by rehabilitation professionals (occupational health doctors and personnel officers).

The best predictor variable controlling for all other explanatory variables involved, appeared to be the prognosis of turnover. Other significant predictors are: compulsory placement in-service training, metal handicap, disability benefit and marital status. One may conclude that vocational rehabilitation professionals can, to a certain degree, predict the amount of unsuccessful socialization. It is hypothesized that their predictions can compete with predictive power of standardized pre-employment tests. Special attention is paid to the unfavourable prognosis of workers with a mental handicap.

[Author's abstract]


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


International Journal of Rehabilitation Research
Homepage: https://journals.lww.com/intjrehabilres/pages/default.aspx

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Referenznummer:

R/ZA3862


Informationsstand: 24.10.1990

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