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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fehler und Schwierigkeiten der Beurteilung im Schwerbehinderten- und Blindenrecht


Autor/in:

Mackensen, I.; Becker, S.; Rohrschneider, Klaus


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Ophthalmologe, 2007, Band 104 (Heft 06), Seite 464-473, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0941-293X (Print); 1433-0423 (Online)


Jahr:

2007



Abstract:


Die gutachtliche Beurteilung augenärztlicher Befunde im Sozialrecht basiert im Wesentlichen auf subjektiven Angaben der Antragsteller beim behandelnden Augenarzt.

Eine unzureichende Berücksichtigung objektiver Befunde kann hier genauso zu Fehlern führen wie mangelnde Sachkenntnis der entsprechenden Bearbeiter der zuständigen Behörden.

Eine Auswertung von 2265 dem Landesarzt zur Prüfung vorgelegten augenärztlichen Bescheinigungen zur Beantragung von Landesblindenhilfe in Baden der Jahre 1980-1999 ergab in 33,3 Prozent fehlerhafte Beurteilungen zugunsten der Antragsteller.

Diese Fehleinschätzungen wurden ganz überwiegend durch Fehlbeurteilungen von Gesichtsfeldbefunden oder eine fehlende manuell-kinetische Perimetrie verursacht.

Es ist anzunehmen, dass auch bei Anträgen nach dem Schwerbehindertengesetz Fehlbeurteilungen vorliegen, insbesondere, weil die zuständigen Gutachter dort nur in Einzelfällen Augenärzte sind.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Errors and difficulties in the assessment of severely handicapped and blind persons


Abstract:


The assessment of ophthalmological examination reports in social law is usually based on subjective statements by the petitioner made towards his ophthalmologist. Insufficient consideration of objective results as well as the limited experience of the officials in charge may lead to errors.

An analysis of patients for consideration as legally blind in Baden, Germany, between 1980-1999, based upon 2,265 doubtful applications resulted in 33.3% false estimates by the patient's ophthalmologist.

The reason, in the vast majority of cases, was misjudgement involving visual field defects or even missing manual-kinetic Goldmann perimetry. It may be assumed that this is also true for petitions in legislation for severely handicapped persons, particularly because the officials in charge are rarely ophthalmologists.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Ophthalmologe
Homepage: https://link.springer.com/journal/347

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Referenznummer:

R/ZA3970


Informationsstand: 18.12.2009

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