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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Assessments in der neurologischen Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen


Autor/in:

Spranger, Matthias; Deppe, Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Neurologie und Rehabilitation, 2007, 13. Jahrgang (Heft 1), Seite 15-23, Bad Honnef: Hippocampus, ISSN: 0947-2177


Jahr:

2007



Abstract:


Die neurologische Frührehabilitation hat sich als erfolgreiche Behandlungsform von Patienten mit schwersten Schädigungen des Nervensystems auch für Kinder und Jugendliche etabliert.

Zur Steuerung und Qualitätssicherung des Rehabilitationsprozesses sind zuverlässige Assessmentverfahren unerlässlich. Diese liegen für Kinder und Jugendliche in der neurologischen Rehabilitation jedoch noch nicht vor.

Daher wurden zunächst bereits existierende Assessmentverfahren in Expertenworkshops auf ihre jeweilige Validität, Objektivität, Reliabilität und praktische Anwendbarkeit für das Kindes- und Jugendalter überprüft.

In einem zweiten Schritt wurden diese Assessmentverfahren den verschiedenen Kapiteln und Kategorien der Internationalen
Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zugeordnet.

Dazu wurde eine von der WHO vorgeschlagene 'Shortlist' auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu einer ICF-Checkliste adaptiert. Die von der WHO eingeführten 'Qualifier' wurden aufgrund gravierender methodischer Mängel durch eine Dichotomisierung in 'geschädigt' und 'ungeschädigt' ersetzt.

Bei der Analyse der vorhandenen Verfahren ergaben sich folgende Erkenntnisse:
- Die bisher zur Verfügung stehenden Assessmentverfahren genügen nicht durchgängig wissenschaftlichen Standards
und praktischen Anforderungen an Objektivität, Zuverlässigkeit, Empfindlichkeit und Differenzierungsfähigkeit.

Gängige Überblicks-Assessmentverfahren weisen zum Teil schwerwiegende methodische Mängel auf.

- Die etablierten Assessmentverfahren bilden die durch die ICF definierten Bereiche und Kategorien nicht dem Schädigungsausmaß angemessen und altersgerecht ab.

- Wegen der Vielfalt von Altersgruppen, individueller Betroffenheit, Schädigungsmuster und Schweregrade ist die Anwendung eines verbindlichen, einheitlichen, übergreifenden Assessmentverfahrens weder sachgerecht noch zweckmäßig. Wegen der fehlenden Operationalisierung, Quantifizierung und Veränderungssensitivität ist die ICF-Checkliste nicht als eigenständiges Assessmentverfahren geeignet.

Trotz dieser Einschränkungen wurden Empfehlungen erarbeitet für einen im klinischen Alltag praktikablen assessmentbasierten
Verfahrensablauf zur reliablen und validen Erfassung des Schweregrades der Beeinträchtigung von Funktionen, Aktivitäten und Partizipation, der relevanten Kontextfaktoren und der individuellen Rehabilitationserfolge bei Patienten im Kindes- und Jugendalter mit angeborenen und erworbenen Hirnschädigungen.

Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Arbeit können sich zukünftige Anstrengungen darauf richten, eine modifizierte Version der ICF-Checkliste zu einem Globalassessment auszubauen, das auf den Ergebnissen von ausgewählten, individuell geeigneten Einzel-Assessments beruht.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Assessments in neurological rehabilitation of children and adolescents


Abstract:


In recent years, neurological early rehabilitation has been established as a successful therapy for patients with severe insults of the nervous system also for children and adolescents. For guidance of the rehabilitation process and quality management reliable and validated assessments are mandatory. However, at present such assessments for children and adolescents are missing in neurological rehabilitation.

Therefore, already existing assessments were analysed regarding validity, objectivity, reliability, and every day usefulness in expert workshops. In a second step, the selected assessments were matched with the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), using a checklist adapted for the needs of children and verändeadolescents.

Because of severe methodological deficits, we scaled the severeness of a health problem by differentiating
into 'normal” and 'disturbed” instead of using the qualifiers as suggested by the WHO.

The following problems were encountered during the analysis:
- not all assessments fulfil scientific standards regarding objectivity, reliability, and sensitivity
- assessments only incompletely match ICF chapters and categories taking into account severeness and age dependency
- due to the heterogeneity of age, grade of severeness, and lesion pattern it is not possible to use one single over-all assessment. Since the ICF checklist is not operationalised, does not quantify severeness and lacks sensitivity, it is not useful as an assessment on its own.

Regardless of these restrictions, suggestions were made for a practical pathway to determine severeness of handicaps,
of relevant context factors, and of rehabilitational success of patients with inborn or acquired brain injury.

On the basis of these results, a modified version of the ICF checklist can be developed towards an assessment method based on a battery of selected assessments.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Neurologie & Rehabilitation
Homepage: http://www.hippocampus.de/Neurologie--Rehabilitation.11986.h...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA3990


Informationsstand: 20.01.2010

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