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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rückenschmerzpatienten

Psychosoziale arbeitsplatzbezogene Faktoren und berufliche Wiedereingliederung - eine Literaturübersicht



Autor/in:

Bethge, Matthias


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Orthopäde, 2010, Band 39 (Heft 9), Seite 866-873, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 0085-4530 (Print); 1433-0431 (Online)


Jahr:

2010



Abstract:


Hintergrund:

Seit den 1990er Jahren haben in der orthopädischen Rehabilitation stärker berufsorientierte Programme an Bedeutung gewonnen. Obwohl Fallkohortenstudien mit Rückenschmerzpatienten auf die prognostische Bedeutung psychosozialer arbeitsplatzbezogener Faktoren für die Rückkehr an den Arbeitsplatz hingewiesen haben, werden diese Faktoren und die Wechselwirkung dieser Faktoren mit eingeschränkter körperlicher Funktionsfähigkeit im Rehabilitationsprozess bislang nur unzureichend berücksichtigt.

Methoden:

Systematische Übersichtsarbeiten zum Verlauf bei Rückenschmerzpatienten wurden hinsichtlich der prognostischen Bedeutung psychosozialer arbeitsplatzbezogener Faktoren für die Rückkehr ins Erwerbsleben gesichtet.

Ergebnisse:

Sieben Übersichtsarbeiten waren hinsichtlich der untersuchten Zielgröße (berufliche Wiedereingliederung) und der berücksichtigten Studienpopulationen (akut/subakut) vergleichbar. Die zusammengetragenen Übersichtsarbeiten bestätigten, dass Rückenschmerzpatienten mit geringer sozialer Unterstützung, geringem Entscheidungsspielraum, hohen psychosozialen Arbeitsanforderungen und einer ungünstigen subjektiven Erwerbsprognose eine schlechtere Prognose für die Rückkehr ins Erwerbsleben haben. Die prognostische Bedeutung der erlebten Arbeitszufriedenheit wurde hingegen widersprüchlich bewertet.

Schlussfolgerung:

Eine wesentliche Aufgabe im Rehabilitationsprozess sollte darin bestehen, gesundheitsförderliche Strategien für den Umgang mit vorhandenen psychosozialen Arbeitsbelastungen zu unterstützen und zu entwickeln.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


Background:

Since the 1990s work-related rehabilitation programs have gained more importance in orthopaedic rehabilitation. Although inception cohort studies of patients with low back pain have indicated the prognostic relevance of psychosocial work-related factors for return to work, these factors and the interaction of these factors with restrictions in functional capacity have been less extensively considered during the rehabilitation process so far.

Methods:

Systematic reviews on the course of low back pain were reviewed concerning the prognostic relevance of psychosocial work-related factors for return to work.

Results:

Seven reviews were comparable concerning the outcome analysed (return to work) and the populations considered (acute/subacute). These reviews confirmed that patients with low back pain and low social support from supervisors and colleagues, low decision latitude, high psychosocial work demands and a poor subjective prognosis have a lower chance of returning to work. The prognostic relevance of job satisfaction was contradictory.

Conclusion:

Rehabilitation should be aimed at supporting and developing strategies for coping with psychosocial work stress.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Orthopäde
Homepage: https://link.springer.com/journal/132

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Referenznummer:

R/ZA4208


Informationsstand: 15.02.2011

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