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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Screening- und Kompensationsfunktion alternativer Beschäftigungsformen für Schwerbehinderte


Autor/in:

Winkler, Albrecht


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)


Quelle:

Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 1997, 30. Jahrgang (Heft 2), Seite 432-441, Stuttgart: Kohlhammer, ISSN: 0340-3254


Jahr:

1997



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Abstract:


Angesichts der überdurchschnittlichen Betroffenheit Schwerbehinderter von Arbeitslosigkeit mit einem hohen Anteil Langzeitarbeitsloser bestehen grundsätzlich zwei Optionen für eine selektive Arbeitsmarktpolitik zum Abbau der Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt. Zum einen kann versucht werden, die Arbeitsmarktchancen besonders benachteiligter Personengruppen über eine Effizienzsteigerung des arbeitsmarktpolitischen Instrumentariums und eine erhöhte Zielgruppenorientierung zu verbessern.

Ausgehend von der Annahme, dass oft vermutete Produktivitätsnachteile die geringen Wiedereingliederungschancen Schwerbehinderter bedingen, werden sowohl Arbeitsmarktintermediäre (Arbeitsmarktvermittlung) als auch intermediäre Arbeitsmärkte (alternative Beschäftigungsformen zwischen Arbeitslosigkeit und Normalarbeitsverhältnis) daraufhin untersucht, inwieweit sie den Unternehmen Hinweise auf die Leistungsfähigkeit von Arbeitsplatzbewerbern geben und dadurch die Eingliederungschancen von Problemgruppen des Arbeitsmarktes erhöhen können.

Diese Möglichkeit des Screenings bietet insbesondere das Instrument der vermittlungsorientierten Arbeitnehmerüberlassung. Zum anderen besteht die Möglichkeit, für diese Personengruppe verstärkt subventionierte Arbeitsplätze in einem komplementären Arbeitsmarkt bereitzustellen, um die ungleichen Beschäftigungschancen zu kompensieren und neue, zielgruppenadäquate Beschäftigungsformen - über die Werkstätten für Behinderte hinaus - zu begründen.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Two options for a selective labour market policy aimed at reducing discrimination on the labour market


Abstract:


In view of the above-average extent to which the severely disabled are affected by unemployment, with a high proportion of long-term unemployed, there are in principle two options for a selective labour market policy aimed at reducing discrimination on the labour market.

Firstly an attempt can be made to improve the labour market prospects of particularly disadvantaged groups of people by increasing the efficiency of employment and training measures and raising target group orientation. Starting out from the assumption that the poor chances of reintegration of severely disabled people are caused by supposed disadvantages in productivity, both labour market intermediaries (job placement) and intermediate labour markets (alternative forms of employment between unemployment and a normal employment relationship) are studied with regard to the extent to which they can give companies indications of the capability of job applicants and in this way increase the reintegration prospects of problem groups on the labour market.

This possibility of screening is provided in particular by the instrument of placement-orientated temporary work via employment agencies. Secondly there is the possibility of making available more subsidised jobs for this group of people in a complementary labour market in order to compensate for the unequal employment prospects and to establish new forms of employment which are suitable for the target group - over and above sheltered workshops.

[Author's abstract, IAB-Doku]


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (MittAB)
Homepage: https://www.iab.de/de/publikationen/eingestellte-reihen/mitt...

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Referenznummer:

R/ZA4646


Informationsstand: 13.03.1998

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